Clan-Kriminalität in NRW Großeinsatz in Shisha-Bars – Einsatzkräfte werden angegriffen

Polizeieinsatz in einer Shishabar in Essen

Mit starken Einsatzkräften sind am Freitag (5. November 2021) mehrere Shisha-Bars und Cafés in Oberhausen kontrolliert worden. Das Symbolfoto zeigt einen Einsatz in einer Essener Shisha-Bar im Januar 2021. 

Im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität ist ein Großeinsatz in Shisha-Bars durchgeführt worden. Dabei sind Beamte von einem 18-Jährigen angegriffen worden. 

Oberhausen. Mit einem starken Kräfteaufgebot haben Polizei, Zoll, Steuerfahndung und Stadt am Freitag (5. November 2021) fünf Shisha-Bars und Cafés  kontrolliert. Es geht um den Kampf gegen Organisierte Kriminalität und Mitglieder krimineller Clans.

Die Aktion lief über mehrere Stunden. Dabei kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 56 Personen und stellten in fünf Betrieben Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung fest.

Einsatz in Oberhausen: Ausbreitung Organisierter Kriminalität verhindern

„Shisha-Bars und ähnliche Etablissements könnten nach unseren Erkenntnissen eine Kommunikations- und Rückzugsebene für die Personen sein, die wir derzeit besonders im Fokus haben“, erklärte Einsatzleiter Dietmar Leyendecker. „Wir holen so diese Personen aus der Anonymität heraus und wollen eine mögliche Ausbreitung von Organisierter Kriminalität und Verfestigung von kriminellen Strukturen bereits im Ansatz unterbinden.“

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Ein Lokal musste schließen, da der Impfstatus eines Mitarbeiters nicht den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung entsprach. Der Zoll und die Steuerfahndung leiteten wegen des Verdachts auf Leistungsbetrug und Steuerhinterziehung Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Ebenso wurde unversteuerter Tabak sichergestellt.

Bei der Kontrolle von Glücksspielgeräten wurden an sechs Geräten Unregelmäßigkeiten dokumentiert. Drei Automaten stellten die Polizisten sicher und ließen sie abtransportieren. In allen sechs Fällen wurden wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.

18-jähriger Oberhausener beleidigt  Einsatzkräfte und greift sie an

Für einen 18-jährigen Oberhausener endete der Einsatz im Polizeigewahrsam. Er war offensichtlich mit den Maßnahmen nicht einverstanden, beleidigte Polizisten und griff sie an, als seine Personalien festgestellt werden sollten. Jetzt muss er sich in einem Strafverfahren wegen Widerstandes dazu rechtfertigen.

Bei zeitgleich durchgeführten Fahrzeugkontrollen wurden 30 Ordnungswidrigkeiten und zwei Verkehrsstraftaten festgestellt.

In Oberhausen weise derzeit nichts auf die Verfestigung von Strukturen der Clankriminalität oder Netzwerke Organisierter Kriminalität hin, hieß es seitens der Polizei. Durch Kontrollmaßnahmen in den Nachbarstädten, könnten diese aber nach Oberhausen verdrängt werden.

Ziel der gemeinsamen Einsätze ist es deshalb, Brennpunkte frühzeitig zu erkennen und kontinuierlich zu überprüfen. Im Fokus stehen unter anderem Drogenhandel, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, illegaler Zigarettenhandel, aber auch melde- sowie gaststättenrechtliche Verstöße.

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