Sturm zu gefährlich Schulen in NRW bleiben Donnerstag geschlossen, Stadt Köln mit erster Maßnahme

Sturmwarnung für Nordrhein-Westfalen: Am Donnerstag werden orkanartige Böen im Westen Deutschlands erwartet. Deshalb bleiben die Schulen im Land geschlossen.

Es wird ungemütlich in Nordrhein-Westfalen: In den kommenden Tagen werden in Nordrhein-Westfalen Gewitter sowie Sturm- und Orkanböen erwartet. Für Donnerstag (17. Februar 2022) hat der Deutsche Wetterdienst sogar eine Sturmwarnung ausgesprochen. Die Temperaturen werden milder, allerdings ziehen auch heftige Böen in NRW auf.

Im EXPRESS.de-Ticker erfahren Sie die neuesten Entwicklungen – und wie Sie sich zu Ihrem eigenen Schutz verhalten sollten.

  • Am Mittwoch (16. Februar) soll es tagsüber stürmisch und regnerisch werden, mit Höchsttemperaturen von bis zu 14 Grad. Ab der Nacht auf den Donnerstag (17. Februar 2022) droht ein schwerer Sturm mit Gewittern und schweren Sturmböen.
  • Am Donnerstag soll es stürmisch mit teilweise orkanartigen Böen weitergehen. Es werden schwere Sturmböen, Orkanböen in hohen Lagen und Windstärken von 10 bis 12 angekündigt.  Im Laufe des Tages lässt der Regen bei Temperaturen zwischen neun und zwölf Grad nach. Am Nachmittag soll der Wind von Westen kommend vorerst nachlassen, teilt der Deutsche Wetter-Dienst (DWD) mit.
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  • NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat wegen des Sturms am Donnerstag einen landesweiten Unterrichtsausfall an allen Schulen angeordnet. Die Entscheidung sei nach Rücksprache mit dem Deutschen Wetterdienst gefallen. Sie wolle nicht, dass Schüler „im Auge des Sturms“ die Schulen aufsuchen, sagte Gebauer am Mittwoch im Landtag.
  • Die Schulen würden informiert, so die Ministerin. Die Bezirksregierungen handelten ebenfalls entsprechend kurzfristig. Rechtliche Grundlage der Anordnung sei ein Erlass, der auch bei Extremwetterereignissen greife. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bat Eltern von Kita-Kindern, sie sollten ihren Nachwuchs „morgen bitte Zuhause betreuen.“
  • Stamp ergriff in der Debatte zur Schulpolitik kurz das Wort, um zu betonen: „Wir wollen die Kinder nicht gefährden.“ Angesichts des prognostizierten starken Unwetters sollten Jungen und Mädchen sich nicht in die Kita oder in die Tagespflege begeben.
  • Die Stadt Köln hat ebenfalls erste Maßnahmen angekündigt. Wie die Stadt mitteilt, werden die städtischen Sportanlagen und Sportplätze am Donnerstag ganztägig geschlossen sein.
  • Die Stadt Köln bittet außerdem die Bevölkerung, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden, und behält sich vor, städtische Grünanlagen und Friedhöfe kurzfristig zu schließen.
  • Am Donnerstagmorgen kommt es verbreitet zu Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr, warnt Meteorologe Björn Goldhausen von WetterOnline.
  • Ebenfalls wird davor gewarnt, dass Bäume umstürzen könnten. Zudem könnten größere Äste herunterfallen, auch Gegenstände und Dachziegel könnten durch die Luft fliegen. Baugerüste und Wälder sollten gemieden werden. Weitere Informationen zum aufziehenden Sturm gibt es im Video vom DWD.
  • Die Verbraucherzentrale NRW rät, sich und sein Hab und Gut vorzeitig gegen Sturmschäden zu schützen, wenn auch nur mit kleinen Arbeiten: Selbst der leere Blumentopf auf der Balkonbrüstung oder eine kleine herumliegende Gartenschaufel können abheben und mit großer Wucht in Häuser einschlagen und Fenster zerschlagen.
  • Und: Sichern Sie Ihre Mülltonne und parken Sie Ihr Auto unter Umständen um. Es sollte nicht unter hohen Bäumen oder in der Nähe von Häusern stehen. Herabfallende Äste oder Dachpfannen könnten das Auto sonst beschädigen.
  • Es macht Sinn, während eines Sturms die Rollläden zu schließen. Allerdings müssen sie komplett geschlossen werden, rät Prof. Norbert Gebbeken, Statiker und Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Der Experte rät auch, alle Fenster und Türen – sogar im Keller – zu schließen.
  • In ländlichen Gebieten könnten kleine Bächlein über die Ufer treten, erklärt DWD-Experte Thomas Gerwin. Da der Regen über einen großen Zeitraum fallen würde, gebe es aber keinen Grund zur Sorge.
  • Ab Freitagnachmittag könnte direkt der nächste Orkan über das Land ziehen. Dieser werde „kurz, aber heftig“, so Goldhausen. Genauere Informationen werde es aber erst am Donnerstag geben. (dpa/nb/ra)

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