Ticket-Beben in NRW: Alles einfacher, aber mit Haken!
Hammer für Bus-FahrgästeNeuer Rheinlandtarif kommt – Einzelticket in Köln kostet 4 Euro

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Die App „eezy.nrw“ wird auf einem Smartphone gestartet. (Symbolbild)
Das Tarif-Chaos in Nordrhein-Westfalen soll ein Ende haben! Für Menschen, die nur gelegentlich Bus und Bahn nutzen, wird vieles unkomplizierter. Die vier großen Verkehrsverbünde des Landes krempeln ihren Tarif-Dschungel um. Doch der Fahrgastverband Pro Bahn sieht das kritisch: An manchen Stellen wird zu viel auf einmal gestrichen. Zudem sei die Technik für die neuen digitalen Tickets oft noch nicht ausgereift.
Die größte Umstellung für das Rheinland kommt am 1. Juni 2026. Dann startet der neue, einheitliche Rheinlandtarif, der die bisherigen Systeme von VRS und AVV ersetzt. Damit wird auch die Tarifgrenze zwischen Köln und Aachen, die bei Merzenich (Kreis Düren) verläuft, abgeschafft.
Das kosten die Tickets in Köln und der Region demnächst
Anstelle der bisherigen zehn Preisstufen beim VRS und sechs beim AVV gibt es dann nur noch drei übersichtliche Kategorien (1, 2 und 3). Für alle, die bereits das Deutschlandticket oder den App-Tarif „eezy.nrw“ haben, ändert sich nichts. Alle anderen zahlen für ein Einzelticket der neuen Stufe 1 in den Städten Köln, Bonn und Aachen zukünftig 4 Euro. In den anderen Gemeinden der beiden Verbünde wird es mit 3,50 Euro etwas günstiger.

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Ein Logo des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) klebt an einem Fahrkartenautomaten. (Symbolbild)
Eine gute Nachricht für kurze Fahrten, etwa zum Shoppen in der Innenstadt: Der beliebte Kurzstreckentarif bleibt erhalten. Er kostet 2,90 Euro für die Einstiegshaltestelle plus vier weitere Stopps und wird noch bis Ende Mai 2028 angeboten.
Fahrgastverband schlägt Alarm: „Ins Handy hineingezwungen“
Doch die Pläne stoßen auf Widerstand. „Es wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht“, erklärt Thomas Probol, der stellvertretende Vorsitzende von Pro Bahn in Nordrhein-Westfalen. Der Grund für seine Sorge: Die Reformen bauen stark auf digitale Angebote wie die App „eezy.nrw“.
Das Problem, das viele aus dem Alltag kennen: Funklöcher! Gerade an Bahnhöfen in ländlichen Regionen gibt es oft kein stabiles Handynetz. Fahrgäste können dort die App nicht verwenden – und riskieren, unwissentlich zu Schwarzfahrern zu werden.

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Die App eezy.nrw ist auf einem Smartphone zu sehen. (Symbolbild)
Probol bemängelt außerdem das umständliche Registrierungsverfahren, das für „eezy.nrw“ erforderlich ist und sogar die Bankverbindung verlangt. Das sei besonders für Touristen eine große Hürde. Sein ernüchterndes Fazit: „Man gewinnt damit keine Neukunden.“ Stattdessen habe man das Gefühl, die Fahrgäste würden „ins Handy hineingezwungen“.

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Viele Touristen besuchen Metropolen wie Köln. (Symbolbild)
Was ist mit Gruppen und Familien?
Ein weiterer Punkt, der für Unmut sorgt: Angebote für Gruppen oder die Mitnahme einer zweiten Person wurden bei der Reform anscheinend übersehen. „Gruppenfahrten und Mitnehmen sind nicht mitgedacht worden“, kritisiert Probol. Wer zu zweit reist, muss häufig zwei separate Tickets kaufen. Dadurch wird das Auto im direkten Vergleich schnell wieder zur billigeren Option.

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An einem VRR-Fahrscheinautomaten kauft sich eine Bahnreisende ein Ticket. (Symbolbild)
So sieht es im übrigen NRW aus
Auch in den anderen Teilen des Bundeslandes bewegt sich etwas. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) wird seine Preisstufen zum 1. März 2025 reduzieren und zum 1. Juni 2026 die Tarifzonen in Großstädten wie Düsseldorf, Dortmund und Essen fusionieren. Eine vergleichbare Reform ist beim Westfalentarif für den 1. April 2027 vorgesehen.
Die Verkehrsverbünde heben hervor, dass die Änderungen nur ungefähr 10 Prozent aller Fahrten betreffen, da die Mehrheit der Passagiere ohnehin das Deutschlandticket oder „eezy.nrw“ verwende. Für Reisen zwischen Köln und Düsseldorf, wo die Tarifgrenze zum VRR bestehen bleibt, wird ebenfalls „eezy.nrw“ nahegelegt. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
