16-Jähriger verstorben Nach tödlichen Schüssen in Dortmund: Polizist wird suspendiert

Zwei Menschen stehen an einem Zaun, an dem mit Kerzen und Blumen eines von der Polizei erschossenen Jugendlichen gedacht wird.

Am 8. August wurde ein 16-jähriger Jugendlicher von mehreren Schüssen eines Polizisten getötet. Das Foto zeigt die Trauerbekundungen am Tatort in Dortmund am 12. August 2022.

Gegen den Polizisten, der in Dortmund am 8. August einen 16-Jährigen mit mehreren Schüssen getötet hat, sind Konsequenzen gezogen worden.

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 16-Jährigen am 8. August 2022 in Dortmund ist der Schütze suspendiert worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen. Vier weitere Beamte und Beamtinnen wurden laut Polizei Dortmund zunächst intern versetzt.

Die Polizei hatte die Disziplinarverfahren am Donnerstagabend (1. September 2022) publik gemacht. Es wurde aber nicht gesagt, wer von den fünf betroffenen Beamten und Beamtinnen suspendiert wurde. Auf Nachfrage machte die Polizei auch am Freitag keine weiteren Angaben.

Dortmund: Polizist schoss sechsmal auf 16-Jährigen

Der suspendierte Polizeibeamte hatte laut aktuellem Ermittlungsstand sechsmal mit seiner Maschinenpistole auf den Jugendlichen geschossen, nachdem dieser laut Aussagen der Polizistinnen und Polizistin mit einem Messer auf die Einsatzkräfte losgegangen sei. Ob es sich wirklich so zugetragen hat, ist noch unklar.

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Vier Schüsse davon trafen laut einem neuen Bericht an den Innenausschuss des Landtags. Der 16-Jährige starb im Krankenhaus. Gegen den Schützen wird zurzeit noch wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Laut dem Bericht an den Innenausschuss prüft die Staatsanwaltschaft, ob die Ermittlungen gegen den Mann wegen Totschlags ausgeweitet werden.

Von den vier intern versetzten Beamten und Beamtinnen hatten drei Pfefferspray und Taser gegen den Jugendlichen eingesetzt. Der vierte Beamte ist der Einsatzleiter. Gegen die vier wird inzwischen ebenfalls ermittelt, wie am Donnerstag durch den Bericht an den Innenausschuss bekannt wurde. (nb/dpa)

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