„Lost Place“ Jugendliche finden in NRW brisante Polizeiakten und Leichenfotos

Das alte Mönchengladbacher Polizeipräsidium gilt als „Lost Place“ - wie diese Leichenhalle in Brandenburg auf dem Foto.

„Lost Places“ wie hier eine Leichenaufbewahrungshalle in Brandenburg, ziehen gerade Jugendliche magisch an. In Mönchengladbach gilt das alte Polizeipräsidium als ein „verlassener Ort“.

Mönchengladbach. Im alten Mönchengladbacher Polizeipräsidium haben Jugendliche Ermittlungsakten gefunden. Die Polizei vermisste sie offenbar erst Wochen später und ordnete dann Hausdurchsuchungen an.

  • NRW: Sensible Akten in altem Gemäuer gefunden
  • Altes Mönchengladbacher Präsidium gilt als „Lost Place“
  • Zeuge gab der Polizei Hinweis auf die Jugendlichen

Es war im Frühjahr 2020, als mehrere Jugendliche das alte Polizeipräsidium in Mönchengladbach erkundeten. Das Gemäuer zählt zu den „Lost Places“, also zu verlassenen beziehungsweise vergessenen Orten. Eine ganze Szene in Deutschland (und auch weltweit) fühlt sich von solchen Orten magnetisch angezogen.

„Lost Place“ in Mönchengladbach mit brisanten Akten

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Als sie das alte Gemäuer durchstreiften, fanden die Jugendlichen zahlreiche Polizeiakten. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, lagen die Unterlagen in einem nicht verschlossenen Keller.

Es soll unter anderem ein Fall dokumentiert worden sein, in dem ein Mann erst seine Frau und dann sich selbst getötet hat – auch Tatortfotos und Obduktionsberichte seien dabei gewesen. Einer der Jugendlichen habe sie an sich genommen und einem Freund gegeben, hieß es.

Ein paar Wochen später, im Juni 2020, habe die Polizei die Akten dann vermisst. Ein Zeuge gab den Beamten laut „RP“-Bericht den Hinweis, dass sich Jugendliche auf dem Gelände aufgehalten hätten.

Nach Aktenfund in „Lost Place“ Durchsuchung bei Teenie

Polizeibeamte hätten dann eine Hausdurchsuchung durchgeführt, bei der die Akte schließlich gefunden wurde. Ein Jugendlicher (inzwischen 18 Jahre alt) wurde wegen Einbruchdiebstahl angeklagt, kam aber mit einer Verwarnung davon. Sein Kumpel, der die Akte an dem „Lost Place“ zunächst an sich genommen hatte, bekam demnach eine Bewährungsstrafe.

Der Mönchengladbacher Polizeipräsident Mathis Wiesselmann hatte erklärt, es sei eine „grobe Nachlässigkeit“, dass die Akten dort zurückgelassen wurden: „Das ist im hohen Maße ärgerlich. Das hätte nicht passieren dürfen. Ich habe disziplinarrechtliche Mittel eingeleitet, die kurz vor dem Abschluss stehen.“ (smo)

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