NRW-Bank betroffen Täter sprengen Geldautomaten – aber nicht nur den

Frontseite der Bankfiliale nach Sprengung; In der Nacht zu Dienstag (16. November 2021) sprengten Unbekannte den Geldautomaten der Deutschen Bank, Telegrafenstraße.

Mega-Schaden bei einer Bankfiliale in Wermelskirchen. Die Polizei ermittelt.

Die Sprengung eines Geldautomaten der Deutschen Bank riss mehrere Anwohner aus dem Schlaf. Die griffen geistesgegenwärtig zum Smartphone. 

Wermelskirchen. Der Knall riss die Anwohner aus dem Schlaf: In der Nacht zu Dienstag (16. November 2021) sprengten Unbekannte den Geldautomaten der Filiale der Deutschen Bank an der Telegrafenstraße. Doch die Wucht der Explosion war so enorm, dass nicht nur der Automat durch die Luft flog. 

Das ganze Gebäude ist an der Fassade im Frontbereich und auch im rückwärtigen Bereich stark beschädigt, zahlreiche Scheiben, Türen und Mobiliar sind zerstört worden. Und weil die Anwohner durch den heftigen Rums gegen 2.20 Uhr nun mal wach waren, haben sie gleich auch einen Blick auf die Täter geworfen. 

Wermelskirchen: Zeugen filmen mit ihren Smartphones die Täter

Die Zeugen beobachteten drei dunkel gekleidete Gestalten, die sie teilweise auch mit dem Smartphone filmen konnten. Das Trio flüchtete demnach mit einem schwarzen BMW mit Wuppertaler Kennzeichen in Richtung Eich. Laut Polizei war das Kennzeichen offenbar kurz vor der Tat in Remscheid geklaut worden. 

Eine Fahndung mit zahlreichen Streifenwagenbesatzungen und einem Polizeihubschrauber verlief allerdings bislang ergebnislos. Auch die Feuerwehr Wermelskirchen wurde unter anderem wegen der Rauchentwicklung aus dem Geldautomatenraum vorsorglich alarmiert, musste jedoch keine Löscharbeiten vornehmen.

Wermelskirchen: Bei Sprengung machen Täter offenbar Beute

Die Höhe des Gebäudeschadens kann noch nicht zuverlässig beziffert werden. Ebenso die Höhe der Beute. Doch dass die Täter Bargeld aus dem gesprengten Geldautomaten erbeutet haben, scheint sicher. Die Augenzeugen haben das ausgesagt und auch die ersten Ermittlungen der Polizei haben das ergeben. 

Fast ein Wunder, dass bei der Sprengung niemand verletzt wurde. Auch die über der Bank befindlichen Wohnungen sind nach ersten Einschätzungen weiterhin bewohnbar. „Zur Begutachtung der Statik wird vorsorglich ein Statiker hinzugezogen“, so ein Polizeisprecher. 

Für die Dauer der Ermittlungen und die notwendigen Aufräumarbeiten wurde ein Teilstück der Telegrafenstraße für mehrere Stunden abgesperrt. Wer sachdienliche Hinweise zu der Tat geben kann, meldet sich bitte unter der Rufnummer 02202 205-0 bei der Polizei. (iri)

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