Sein großer Traum von der Weltreise endete tödlich. Florian Berg (29) aus Zülpich in der Eifel ist in Peru ums Leben gekommen.
Er wollte die Welt umradelnFlorian (29) aus der Eifel: tragischer Tod in den Anden

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Florian Berg aus Zülpich-Bürvenich hatte sich vorgenommen, die Welt zu durchradeln. Auf seinem Fahrrad verstaute er alles, was er für zweieinhalb Jahre zum Leben brauchte.
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Eine schreckliche Meldung sorgt für Bestürzung: Der Globetrotter Florian Berg aus Zülpich-Bürvenich (Kreis Euskirchen) ist nicht mehr am Leben. In Perus Anden verstarb der 29-Jährige während seiner Tour um den Globus mit dem Rad. Sein von Wissensdurst und dem Wunsch nach Freiheit motiviertes, gewaltiges Vorhaben wurde plötzlich und auf schreckliche Weise beendet.
Laut vorläufigen Informationen der Polizei in Peru hat ein Blitz den Weltenbummler während eines heftigen Gewitters in der Region Áncash erschlagen. Berg war am Samstag in der Stadt Huaraz gestartet, um zum See Laguna de Conococha im Hochland zu gelangen.
Nachdem über einen Tag lang jede Spur von ihm fehlte, wurde eine umfangreiche Suche eingeleitet. Wie örtliche Medien melden, hatte er in seinem Zelt Schutz vor dem Unwetter gesucht, als die Katastrophe passierte. Das berichtet „Kölner Stadt-Anzeiger“.
In seinem Zuhause Bürvenich herrschen Fassungslosigkeit und große Trauer. „Ganz Bürvenich steht unter Schock“, bestätigt Jürgen Hoscheid, der im Dorf bestens bekannt ist. Er beschreibt Florian als einen „unheimlich netten Menschen“. Der Schmerz ist so überwältigend, dass der lokale Tambourcorps, dem auch Florian Berg angehörte, eine geplante Vorstellung gecancelt hat.
Florian Berg war am 3. März 2024 zu seiner gewaltigsten Unternehmung aufgebrochen: einer Radtour rund um die Welt. Er reiste durch über 30 Länder und trotzte dabei Wüsten, hohen Gebirgen, den Tropen sowie der Tundra. Kälte, große Hitze und Hunger musste er ertragen, wie er alles auf seiner Homepage bluemiracle.de festhielt.
Seine Tour war unverfälscht und pur. Ganz allein, ohne E-Bike, bewegte er sich einzig durch Muskelkraft fort. „Alles geschieht aus eigener Kraft – ein Gefühl, das unendlich befreit“, notierte er einmal. Oft übernachtete er im Freien und war tagelang ohne Netz und sauberes Wasser auf Achse. Sein Ziel war es, den Planeten zu begreifen und die Auswirkungen der Klimaerwärmung selbst zu erleben.
In Pakistan überreichte ihm ein Unbekannter ein Glas Nutella
Unterwegs machte er die Erfahrung von vielen menschlichen Begegnungen, zum Beispiel in Pakistan. Dort überreichte ihm ein Unbekannter ein Glas Nutella, was für Florian zu einem Zeichen für Zusammenhalt wurde. „Ich habe gelernt, dass viele Dinge, die wir in Deutschland für selbstverständlich halten, in weiten Teilen der Welt purer Luxus sind“, äußerte er sich im August 2025 während eines Interviews.
Die nächste Etappe für den 29-Jährigen sollte von Peru aus nach Panama und danach nach Afrika führen. Sein Lebenstraum fand jedoch ein jähes Ende. Die Hintergründe seines Todes werden jetzt von der peruanischen Staatsanwaltschaft ermittelt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

