Betrunkener Fahrer tötete sie Polizei nimmt emotional Abschied von Yvonne (23)

Der Trauerzug in Gronau für die getötete Polizistin Yvonne N.

600 Kollegen der getöteten Polizistin Yvonne N., darunter mehr als 100 aus Viersen, waren zur Trauerfeier nach Gronau gekommen.

Viersen/Gronau – Die Kirche St. Agatha in Gronau-Epe war mit fast 800 Menschen überfüllt. Einen Trauerzug, wie er dann folgte, hatte die kleine Gemeinde Epe bei Gronau noch nicht erlebt!

Unzählige Menschen säumten die Straßen. Über 1000 Trauergäste, darunter rund 600 Polizisten und Innenminister Herbert Reul, geleiteten die nur 23 Jahre alt gewordene Polizistin Yvonne N. auf ihren letzten Weg. Eine ergreifende Urnen-Beisetzung.

Von betrunkenem Lasterfahrer getötet

Gronau-Epe war die Heimatstadt der Viersener Kommissarin, die am 27. Dezember 2017 von einem betrunkenen Lasterfahrer (48) auf der A 61 getötet wurde.

Alles zum Thema Andreas Gabalier

Lesen Sie hier noch einmal alles über den Horrorunfall.

Die Urne wurde in einem langen Trauerzug zum Friedhof gebracht

Einen solchen Trauerzug hatte die kleine Gemeinde Epe wohl noch nie gesehen.

„Die Menschen, die von uns gehen und die wir lieben, verschwinden nicht.“ Das sind die bedrückenden ersten Worte der Traueranzeige der Familie für die am 27. Dezember 2017  im Dienst auf der A 61 getötete Polizistin Yvonne N. (23).

„Das Beste wurde uns für immer genommen”

Die 23-Jährige Kommissarin, sie liebte ihren Beruf. Die Eltern in der Traueranzeige über ihre Tochter: „Immer das Beste gewollt, immer das Beste gegeben. Jetzt wurde uns das Beste so plötzlich für immer genommen ...“

In der überfüllten Kirche St. Agatha zerflossen die Schmerzen der Angehörigen, des Lebensgefährten, der Freunde, der Kolleginnen und Kollegen in Tränen.

Lieder bei der Trauerfeier gingen unter die Haut

Zwei Lieder gingen den Menschen tief unter die Haut: „Einmal sehen wir uns wieder“ von Andreas Gabalier und Sarah Connors „Das Leben ist schön”. Dieses Lied hatte sich die Familie für ihre Yvonne gewünscht, weil sie es so gewollt hätte.

Pfarrer Thorsten Brüggemann würdigte in seiner Ansprache das so brutal ausgelöschte Leben der 23-Jährigen: „Man fühlt Trauer, Wut und Zorn. Sie war geboren, um zu leben, wie das gleichnamige Lied der Gruppe Unheilig. Sie hat soviel gegeben und wurde uns genommen.”

Trauergäste kämpften mit den Tränen

Viele Menschen in der Kirche kämpften um ihre Tränen. Kolleginnen und Freundinnen lasen ihre Botschaften an und von Yvonne N. vor. Da kam Gänsehaut auf und manche Stimme erstickte in den Worten.

Landrat Dr.  Andras Coenen als Polizeichef von Viersen rang um Worte, als er über Yvonne N. sagt: „Da war ein kurzer Moment nur – und die Welt liegt in Trümmern. Der Beruf war doch ihr Traum. Das lässt uns alle so fassungslos zurück.”

Trauergäste wollten Landesflagge

Die Urne der 23-Jährigen war vor dem  Altar schlicht geschmückt – dahinter ihr Foto. Viele Trauergäste vermissten die Landesflagge: „Sie hat doch diesem Land gedient und starb für dieses Land.”

EXPRESS forschte nach, warum es keine Landesflagge gab: „Das geben die Vorschriften nicht her. Das steht nicht im Protokoll.”

(exfo)

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.