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Türkisches Portal sieht spektakuläre SpurSchüsse in Düsseldorf: Waren es die „Daltons“?

Ein Taxi mit Schusslöchern in der Frontscheibe steht auf der Straße. V

Mitten in Düsseldorf wurde am Dienstag (30. Dezember 2025) auf einen Taxifahrgast geschossen. Das Foto zeigt zahlreiche Einschusslöcher in der Frontscheibe. 

Nach den Schüssen auf einen Taxifahrgast mitten in Düsseldorf laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Ein türkisches Nachrichtenportal glaubt jetzt, eine Spur gefunden zu haben.

Der Kugelhagel auf ein voll besetztes Taxi auf der Düsseldorfer Kaiserstraße, mitten im Verkehrsgewühl und am helllichten Tag – es ist ein Verbrechen mit einem Schwerverletzten, das bislang beinahe unerklärlich scheint.

Doch jetzt meint ein türkisches Nachrichtenportal, eine Spur gefunden zu haben: Die Täter könnten die „Daltons“ gewesen sein... Hört sich irre an, hat aber im wahrsten Sinne des Wortes einen toternsten Hintergrund.

Çağdaş B. (40), der von vier oder fünf der Kugeln getroffen wurde, ist zwar mittlerweile außer Lebensgefahr, liegt aber offenbar immer noch in einem Düsseldorfer Krankenhaus – schwer bewacht von Polizeikräften.

Und das hat ohne Zweifel den Grund, dass mit weiteren Angriffen in diesem Clan-Konflikt zu rechnen ist – denn dass hier eine Auseinandersetzung zwischen kriminellen Clans vorgelegen hat, davon gehen auch die Ermittler bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und bei der Mordkommission aus.

Schüsse auf Taxi in Düsseldorf: Opfer ist Neffe eines Drogenbosses

Çağdaş B. ist der Neffe des Drogenbosses Hüseyin B. (69), der in einem niederländischen Gefängnis eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes, Drogenhandels, Folter und weiterer Straftaten absitzt. Auch eine ganze Reihe weiterer Familienmitglieder des europaweit aktiven Clans sitzt hinter Gittern.

Und jetzt bekommen die Drogen-Gangster seit einigen Monaten Konkurrenz: Ein Clan, der sich die „Daltons“ (nach den Wildwest-Gangstern sowie den Figuren aus der Comic-Reihe Lucky Luke) nennt und in der Türkei sowie in einigen europäischen Städten in blutige Bandenkriege verwickelt sein soll, versucht offensichtlich seit dem Sommer, in Deutschland und vor allem in Berlin Fuß zu fassen. Und das macht er – wie das Portal „Serbestiyet“ auflistet – gern mit gezielten Schüssen.

Nur zehn Tage vor dem Mordanschlag in Düsseldorf sei auf die Berliner Villa von Mehmet K. geschossen worden, einem als „Wettkönig“ bekannten engen Vertrauten des Drogenbosses Hüseyin B. Der „Wettkönig“ gab anschließend eine Erklärung ab: „Was mich zutiefst schmerzt und wütend macht, ist, dass diese abscheuliche Tat in dem Haus geschah, in dem meine Frau und meine Kinder leben. Wenn du mein Feind bist, benimm dich wie ein Mann. Ich habe meine Feinde mein Leben lang immer wie ein Mann behandelt. Hättest du etwas Mut gehabt, hätte ich mir gewünscht, wir wären uns woanders begegnet. Ich werde auch die Aufnahmen veröffentlichen, die zeigen, wie du wie eine verängstigte Ratte geflohen bist.“ Er setzt ein Kopfgeld von einer halben Million Euro auf die Schützen aus.

Drogenboss nach Schüssen auf seinen Neffen: „Wir untersuchen diesen Angriff“

Auch Drogenboss Hüseyin B. gab nach den Schüssen auf die Villa seines Freundes Mehmet K. eine Solidaritätsbekundung ab, wie „Serbestiyet“ berichtet: „Wir untersuchen diesen Angriff. Sobald die Verantwortlichen gefunden sind, wollen wir, dass die Täter auf unsere Reaktion vorbereitet sind. Diese Kriminellen müssen wissen, dass sie mit ihren Taten nicht ungestraft davonkommen werden.“

Das wurde auf einem Social-Media-Konto veröffentlicht, das unter dem Namen von Hüseyin B. läuft und auf dem er auch nach dem Anschlag auf seinen Neffen in Düsseldorf einen Post absetzte, der später gelöscht wurde: „Wer auch immer einen so abscheulichen, verräterischen und verräterischen Angriff ausführt, dem werde ich persönlich antworten.“

Die „Daltons“, die nun als mögliche Urheber des Mordanschlages von der Kaiserstraße angesehen werden, werden für eine ganze Reihe weiterer Attacken in den letzten Monaten verantwortlich gemacht:

  1. So gab es am 3. März 2025 einen Anruf in einem türkischen Supermarkt in Berlin: Ein „Ahmet von den Daltons“ verlangte 250 000 Euro als „Schutzzoll“. Vier Stunden später zersplitterten Scheiben in zwei Supermarkt-Filialen. Schütze war offenbar Alican C., der deswegen im September in Berlin vor Gericht stand.
  2. Am 22. Oktober gab es einen Schusswechsel mit einem Toten vor einem Lokal in Hannover. Auch hier sollen beide Clans aufeinander getroffen sein.
  3. Dem Berliner Geschäftsmann Mustafa M. (36) sollen die „Daltons“ in die Beine geschossen haben.

Noch komplexer wird die Clan-Auseinandersetzung, weil sich inzwischen eine weitere Gruppe von den „Daltons“ abgespaltet hat: Sie nennt sich „Ezgins“, soll Berlin mit illegalen Waffen überfluten.

Führt die Spur der Mordattacke von der Kaiserstraße zu den „Daltons“? Das fragte der EXPRESS.de den ermittelnden Staatsanwalt Murar Ayilmaz. Der bestätigte den Verdacht nicht – dementierte allerdings auch nicht: „Ich bin mir sicher, dass alle, einschließlich die Öffentlichkeit, vor allem daran interessiert sind, die Täter zu fassen. Sie werden daher verstehen, dass ich daher nicht den aktuellen Stand der Ermittlungen und Erkenntnisse mitteilen und die Öffentlichkeit quasi begleitend in Kenntnis setzen werde.“