Großeinsatz in mehreren Bundesländern. In Nagelstudios geht es um Schwarzarbeit, Schleusung und einen Millionenschaden.
Razzia in NagelstudiosAuch Salons in Köln & Düsseldorf betroffen

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Großeinsatz gegen Organisierte Kriminalität in Nagelstudios.
Am Mittwoch (14. Januar) haben mehr als 1.000 Einsatzkräfte von Bundespolizei, Zoll, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft bei einer bundesweiten Razzia 49 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Der Großeinsatz gegen die Organisierte Kriminalität fand auch in zahlreichen Städten in NRW statt, darunter in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Bochum, Duisburg und Essen.
Im Visier der Ermittler und Ermittlerinnen: ein 56-jähriger Mann aus Düsseldorf. Er steht im Verdacht, seit 2010 bis zu zehn Nagelstudios betrieben zu haben. Dort soll er vietnamesische Staatsangehörige ohne gültige Aufenthaltserlaubnis beschäftigt haben.
Schaden von mehr als sieben Millionen Euro
Die Vorwürfe wiegen schwer: gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern, Vorenthalten von Arbeitsentgelt und Steuerhinterziehung. Den Sozialkassen und dem Fiskus soll so ein Schaden von mehr als sieben Millionen Euro entstanden sein. Die Ermittlungen richten sich auch gegen 26 weitere Beschuldigte. Darunter sind zwei Storemanagerinnen im Alter von 36 und 44 Jahren, die Beihilfe geleistet haben sollen.
Drei Haftbefehle vollstreckt
Gegen den 56-jährigen Hauptbeschuldigten und die beiden Managerinnen hat das Amtsgericht Düsseldorf Untersuchungshaft angeordnet. Die drei Beschuldigten konnten bei den Razzien in Düsseldorf und Dortmund festgenommen werden.
Bei den Durchsuchungen, die unter anderem auch in Stuttgart, Augsburg und im Landkreis Darmstadt-Dieburg stattfanden, sollten Beweismittel und Vermögenswerte gesichert werden. Die Maßnahmen dauern weiter an. Für alle beschuldigten Personen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. (red)
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