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Rheinbrücken-DesasterDas sind die ersten Maßnahmen der „Task Force Nordbrücke“

Bonner Nordbrücke

Copyright: Benjamin Westhoff/dpa

Nichts geht mehr auf der Bonner Nordbrücke. 

Aktualisiert:

Und plötzlich hieß es: Vollsperrung. Jetzt hat die „Task Force Nordbrücke“ erste „Milderungs-Maßnahmen“ vorbereitet. 

Die mehr als kurzfristige Vollsperrung der Bonner Nordbrücke ist in aller Munde, auch überregional. Schnelle Maßnahmen sind gefragt, um den Verkehrskollaps in Bonn und Köln in Grenzen zu halten. 

So tagte am Samstag (6. Juni) die „Task Force Nordbrücke“. Mehr als drei Stunden besprachen Bonns Oberbürgermeister Guido Déus, Vertreter aller relevanten Dezernate und Fachämter sowie der Stadtwerke Bonn und der Autobahn GmbH den Sachstand der aktuellen Prüfaufträge und den Fahrplan für das weitere Vorgehen.

Bonner Nordbrücke: Ad-hoc-Maßnahmen vorbereitet

„Über das Wochenende arbeitet die Verwaltung mit Hochdruck“, hieß es aus dem Bonner Stadthaus. Ziel sei es, die Auswirkungen der Vollsperrung zu mildern.

So sollen zwei Ad-hoc-Maßnahmen vorbereitet und möglichst bereits ab Montag (8. Juni) umgesetzt werden.

  1. Bereitstellung eines P&R-Platzes auf der Festwiese von Pützchens Markt. Von dort Suttleservice zum Haltepunkt Vilich (Ausstieg ist an der Gerhardstraße) zur Anbindung an die Stadtbahnlinie 66. Geplant ist wochentags ein Zehn-Minuten-Takt.
  2. Entkopplung der Linie 66 auf der Bundesstraße 56 (St. Augustiner Straße in Höhe zwischen Combahnstraße und Königswinterer/Niederkasseler Straße vom restlichen Verkehr. Damit das gelingt, soll der Radverkehr in Richtung Innenstadt neu über den Bröltalbahnweg als neue Vorrangsroute durchs Combahnviertel und stadtauswärts um den Friedhof herumgeführt werden. Ziel ist, dass die Linie 66 staufrei durchfahren kann. 

Zu beiden Maßnahmen wird eine Dringlichkeitsentscheidung des Oberbürgermeisters vorbereitet. Für viele der weiteren konkret angedachten und geplanten Maßnahmen wird eine Änderung vorhandener Ratsbeschlüsse notwendig sein. Die Verwaltung bereitet dies in einer eigenen Vorlage für die Ratssitzung am Donnerstag (11. Juni) mit Dringlichkeit vor.

Die Task Force prüft noch weitere Maßnahmen, wie die Einrichtung weiterer Shuttleverkehre von P&R-Plätzen, die kurzfristig einzurichten wären. 

Stark frequentierte Rheinbrücke schon länger für Brummis dicht

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte sich am Freitag (5. Juni) selbst ein Bild vor Ort gemacht und betont, dass die Bonner Nordbrücke jetzt „absolute Priorität“ habe.

Die Autobahnbrücke (A565) war bis dato eine wichtige Verkehrsader, die mit mehr als 100.000 Fahrzeugen täglich frequentiert wurde. Wegen seines maroden Zustandes war das „Schätzchen“ aus dem Jahr 1967 bereits Anfang des Jahres für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt worden.

Als jetzt neue Schäden (Spalten im Beton und Rostschäden am verbauten Stahl) entdeckt wurden, war sofortiges Handeln erforderlich. Seit Mittwoch (3. Juni), 15 Uhr, ist die Brücke vollgesperrt.  

Seid ihr auch von der Vollsperrung der Bonner Nordbrücke betroffen? Was bedeutet die Sperrung für euch? Meldet euch bei uns!

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