Ein Eiscafé in Bonn musste nach einer Kontrolle schließen.
Hygiene-Horror in BonnEkel-Fund in Eiscafé – Schaben und Nagerkot

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In einem Eiscafé in Bonn-Bad Godesberg wurden bei einer Lebensmittelkontrolle tote und lebende Schaben (Symbolfoto) gefunden.
Ein Fund, der einem den Appetit auf Eis verdirbt: Kontrolleure und Kontrolleurinnen der Stadt Bonn haben in einem Eiscafé in Bad Godesberg ekelerregende Zustände aufgedeckt. Die Hygienemängel waren so gravierend, dass der Laden umgehend dichtgemacht werden musste. Bei einer Nachkontrolle waren die Probleme aber behoben.
In dem Lokal am Theaterplatz in Bad Godesberg wurden nicht nur diverse Verunreinigungen entdeckt. Wie aus dem am Freitag (16. Januar) publizierten Bericht der Lebensmittelüberwachung hervorgeht, fanden die Prüfer und Prüferinnen zudem auch tote sowie lebende Schaben und Nagerkot.
Die Liste der Verstöße ist lang. Offenbar mangelte es den Betreibern und Betreiberinnen bereits an grundlegenden Maßnahmen. So wurde festgestellt, dass weder Eigenkontrollen noch ein Schädlingsmonitoring durchgeführt worden waren. Die Folgen waren widerlich. Wie die städtischen Kontrolleure und Kontrolleurinnen mitteilten, wurden im gesamten Untergeschoss des Betriebs „lebende und tote orientalische Schaben“ entdeckt. Auch im Lagerraum für Getränke stieß man auf die Schädlinge und auf Kot von Nagetieren.
„Sowohl der Lagerraum für Zutaten als auch das Eislabor im UG befanden sich in einem bedenklichen Hygienezustand“, hält der Bericht der Stadt Bonn weiter fest. Im Eislabor kamen zudem Materialien zum Einsatz, die für den Kontakt mit Nahrungsmitteln ungeeignet sind.
Betrieb nach Kontrolle vorübergehend „amtlich geschlossen“
Weitere Mängel: An der Eistheke fehlte am Handwaschbecken die Flüssigseife. Die Spülmaschine wies eine Verunreinigung mit Rotschmiere auf. Im Vorbereitungsraum hinter der Theke gab es kein Handwaschbecken. Die Eiswürfelmaschine war innen mit Kalk und dunklen Rückständen verschmutzt, und das Verdampferschutzgitter im Kühlraum war ebenfalls verunreinigt.
„Aufgrund der vorgefundenen Verstöße wurde der Betrieb vorübergehend amtlich geschlossen“, so die Mitteilung der Stadt Bonn.
Die Hauptkontrolle fand laut dem Bericht am 13. November 2025 statt. Bereits zwei Tage später, am 15. November, wurde eine Nachkontrolle durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Mängel behoben, sodass einer Wiedereröffnung nichts mehr im Wege stand.
Auf dem Portal „Lebensmitteltransparenz.nrw“ machen die Prüfbehörden des Landes NRW Verstöße gegen Hygienevorschriften öffentlich, die so schwer sind, dass ein Bußgeld von mindestens 350 Euro fällig wird. Ein Eintrag in der Liste bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Gäste ihre Gesundheit bei einem Besuch tatsächlich gefährdet haben. (red)
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