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Mord an bestem FreundHotelier (70) in Bornheim getötet – Prozess gegen Freund (64)

Prozess am Bonner Landgericht

Copyright: Thomas Banneyer/dpa

In Bonn steht ein 64-Jähriger vor Gericht, weil er einen langjährigen Freund ermordet haben soll. (Symbolbild)

Tötete er seinen Freund? Angeklagter spricht von Hinrichtung

Ein schockierender Prozess fesselt Bonn: Ein 64-Jähriger steht vor Gericht, weil er seinen Freund (70), einen Pensionsinhaber aus Bornheim, getötet haben soll. Die Anklagebehörde legt ihm gleich drei Mordmotive zur Last: Habgier, Heimtücke sowie niedere Beweggründe.

Die grausame Tat soll sich laut Anklageschrift am 18. August 2025 zugetragen haben. Der Beschuldigte soll den 70-Jährigen in seinem Büro hinterrücks angegriffen und gewürgt oder erdrosselt haben, um an sein Eigentum zu gelangen. Danach, so der Vorwurf, umhüllte er den Kopf des Getöteten beinahe komplett mit drei unterschiedlichen Klebeband-Sorten. Er soll eine Halskette mit Münzanhänger und einen Ring gestohlen haben. Außerdem wird ihm unterstellt, dass er plante, das Geschäft seines Freundes nach dessen Ableben zu übernehmen.

Angeklagter weist Vorwürfe zurück: „Diese Tötung war eine Hinrichtung“

Zum Prozessauftakt wies der Angeklagte die Anschuldigungen jedoch entschieden zurück. Er sei unschuldig am Tod seines Bekannten, den er seit 30 Jahren kannte, versicherte der Mann. Sein Anwalt erklärte, dass DNA-Spuren des 64-Jährigen am Fundort der Leiche und an der Bekleidung des Opfers keine Überraschung seien.

Als enger Freund sei sein Mandant jahrelang ein ständiger Besucher in der Pension gewesen. Er habe den Hotelier sogar bei längeren Auslandsaufenthalten im Jahr 2023 vertreten, besaß einen Schlüssel und half bei Handwerksarbeiten.

Den Augenblick, als er seinen toten Freund am Boden fand, beschrieb der Angeklagte als „unfassbar“ und „furchtbar“. Dann der schockierende Satz, der im Gerichtssaal für einen Gänsehaut-Moment sorgte. Mit Blick auf den mit Klebeband umwickelten Kopf ist er sich sicher: „Diese Tötung war eine Hinrichtung. Da waren mindestens zwei bis drei Leute am Werk.“

Leiche erst zwei Tage später entdeckt

Der Pensionsinhaber wurde erst zwei Tage nach der Tat entdeckt – vom Angeklagten selbst, zusammen mit einem Gast. Sie verständigten die Polizei. Doch der 64-jährige Freund wurde schnell zum Hauptverdächtigen für die Ermittlungsbehörden. Er wurde am 16. September festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Für den Prozess sind acht Verhandlungstage bis Mitte Juni angesetzt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Polizei-Absperrband an einem Tatort in der Nacht. (Symbolfoto)

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