Audi-Fahrer dreht durch Im Ruhrpott: Mehrere Wagen geschrottet – Polizist muss schießen

In Oberhausen hat ein Flüchtiger einen Streifenwagen gerammt

Total zerstört steht der Streifenwagen am späten Abend des 4. Dezember in Oberhausen unter einer Brücke.

Im Verlauf gleich mehrere Unfallfluchten hat ein 21-Jähriger in Oberhausen drei Streifenwagen beschädigt und einen Polizisten schwer verletzt.

Unglaubliche Zerstörungsfahrt im Ruhrgebiet: Am Samstagabend (4. Dezember) hatten Zeugen in Oberhausen gegen 21.10 Uhr die Polizei über einen Audifahrer informiert, der an der Kreuzung Drostenkampstraße/Bahnstraße die Baustellenabsicherung bei einem Unfall stark beschädigt habe.

Der Audifahrer sei dann in Richtung Schmachtendorf geflüchtet. An dem Unfallwagen seien keine Kennzeichen angebracht und die Fahrzeugbeleuchtung sei ausgeschaltet gewesen.

Audifahrer in Oberhausen hinterlässt Schneise der Verwüstung

Wie die Polizei am Sonntag (5. Dezember) mitteilt, hat sich in Oberhausen nach der Unfallflucht des Audifahrers von der Baustelle folgendes Szenario abgespielt:

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Noch während seiner Flucht von der ersten Unfallstelle verursachte der 21-Jährige in dem Audi einen weiteren Crash: Auf der Beerenstraße beschädigte er den Zaun eines Supermarktes und verlor dabei mehrere Fahrzeugteile. Im weiteren Verlauf rammte der Unfallflüchtige laut Polizei Oberhausen ein weiteres Fahrzeug, deren Insassen (32/36) daraufhin den Audi verfolgten und die Polizei informierten.

Auf der Weißensteinstraße dann gaben, so berichtet es die Polizei weiter,  mehrere Streifenwagenbesatzungen dem noch immer flüchtenden Audifahrer Anhaltesignale, die er jedoch konsequent missachtete.

Amokfahrt in Oberhausen: Polizist muss auf Audifahrer schießen

Unter einer Autobahnbrücke im Ruhrgebiet rammte der Flüchtige dann zwei Streifenwagen, wodurch er einen Polizisten schwer verletzte. Als er dann auf einen weiteren Polizisten zufuhr, gab dieser einen Schuss auf das Fahrzeug des Angreifers ab.

Der Fahrer flüchtete dennoch mit dem mittlerweile stark beschädigten Audi noch einige hundert Meter weiter, wo er dann von einer Streifenwagenbesatzung zum endgültigen Anhalten gebracht wurde. Auch dieser Streifenwagen wurde beschädigt, wie ein Sprecher der Oberhausener Polizei EXPRESS.de am Sonntagmittag sagte.

Da er sich weigerte, das Fahrzeug zu verlassen und bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand leistete, musste er unter Einsatz unmittelbaren Zwanges aus dem Fahrzeug geholt, gefesselt und ins Polizeigewahrsam transportiert werden.

Dem polizeilich bereits mehrfach wegen  Fahrzeug- und Gewaltdelikten in Erscheinung getretenen 21-Jährigen wurde Blut abgenommen. Der verletzte Polizist konnte nach seiner Behandlung das Krankenhaus zum Glück wieder verlassen - der Mann ist aber weiter dienstunfähig.

Unfassbare Schadensbilanz nach Unfallfluchten im Ruhrgebiet

Der Schaden, den der 21-Jährige auf seiner Zerstörungsfahrt anrichtete, ist enorm: 

  • Drei beschädigte Streifenwagen: rund 37.500 Euro
  • Weiteres beschädigtes Auto, kaputter Zaun, zerstörte Baustellenabsperrung: insgesamt zirka 10.000 EUR
  • Totalschaden am (sichergestellten) Tatfahrzeug: 30.000 Euro

Aus Neutralitätsgründen wurde das Polizeipräsidium Essen damit betraut, die Schussabgabe, bei der niemand verletzt wurde, rechtlich zu bewerten. (smo)

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