„Wie sehr kann man in die Irre führen?” Böse Kritik im Netz: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen NRW-Regionalzügen

9-Euro-Ticket, das für ein Symbolbild vor einen Zug gehalten wird.

Das 9-Euro-Ticket, hier ein Symbolfoto vom 23. Mai 2022 in Frankfurt, sorgt mitunter für Kritik.

Das 9-Euro-Ticket soll entlasten und zu mehr Bahnfahren anregen. Doch stattdessen sorgt es für Zoff und Kritik.

Die Idee sollte mal eine Entlastung für Verbraucherinnen und Verbraucher werden, die wegen des Ukraine-Kriegs und steigender Preise im Einzelhandel und an der Tankstelle finanziell stark belastet werden. Doch das 9-Euro-Ticket ist noch nicht einmal gültig, schon gibt es vielen Stellen Zoff.

Jetzt ist klar: Neben den ICE und IC, die das Ticket nicht abdeckt, sind auch nicht alle Regionalzüge der Deutschen Bahn auch tatsächlich mit dem 9-Euro-Ticket (gilt ab 1. Juni 2022) nutzbar. Das berichtet unter anderem das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

9-Euro-Ticket doch nicht in allen Regionalzügen der Deutschen Bahn nutzbar

Bisher war man davon ausgegangen, dass alle Züge im Regionalverkehr nutzbar seien, doch das ist nicht der Fall. Auch die Deutsche Bahn selbst hat das mittlerweile bestätigt.

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Der Hintergrund: Die Deutsche Bahn lässt Züge zum einen von DB Regio, zum anderen von DB Fernverkehr betreiben. Die Regionalzüge der DB Regio dürfen mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. Die Regionalzüge von DB Fernverkehr, die es auch gibt, allerdings nicht.

Deutschen Bahn räumt Problematik ein: Absprache soll mit Ländern erfolgen

Das Problem: Für Kundinnen und Kunden ist der Unterschied kaum zu erkennen, es sei denn, sie lesen „das Kleingedruckte”, zum Beispiel in den (ausklappbaren) Infos in der DB App.

Eine Möglichkeit, die nicht vom 9-Euro-Ticket bereits vorab von der eigenen Suche auszuschließen, gibt es nicht.

„Das 9-Euro-Ticket ist nicht in Zügen, die durch die DB Fernverkehr AG betrieben werden (z.B. IC, EC, ICE) gültig, auch dann nicht, wenn andere Nahverkehrsfahrkarten in Fernverkehrszügen gelten“, heißt es von Seiten der Bahn. Man sei in der Absprache mit den Bundesländern, wie man mit der Problematik umgehen solle.

Kritik an DB auf Twitter: „Das wird viel Frust geben”

Auf Twitter sorgt das Thema für erhöhten Puls bei vielen Menschen. „Wie sehr kann man Kunden in die Irre führen? Deutsche Bahn: Ja!”, schreibt ein Nutzer vielsagend.

Andere werden weniger subtil: „Sorry, ihr versteht offenbar immer noch nicht, dass außerhalb der Bubble niemand den Unterschied zwischen DB FV (Fernverkehr, d. Red.) und DB Regio kennt. Und zwar insbesondere die, die das Ticket locken soll. Das wird viel Frust geben. Ihr könnt das nicht allein auf die Politik abschieben“, schreibt ein Nutzer.

Fest steht: Ganz so einfach wie zunächst vermutet wird es für Nutzerinnen und Nutzer des 9-Euro-Tickets offenbar doch nicht. Wer in Sachen „versehentlicher Schwarzfahrt” auf Nummer sicher gehen will, sollte gründlich die Bedingungen der jeweiligen Fahrt checken. (tw)

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