Zehntausende Fisch-Babys sollen den Rhein zurückerobern.
Sensation im RheinEinst fast ausgestorbener Fisch kehrt in den Fluss zurück

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Der Maifisch verbringt den größten Teil seines Lebens im Meer. (Archivbild)
Zehntausende winzige Maifisch-Babys haben jetzt eine neue Mission: den Rhein zurückerobern! In Wiesbaden wurden die Fischlarven freigelassen. Mit der Aktion soll eine fast ausgestorbene Art wieder bei uns heimisch werden. Ein gewaltiges Vorhaben, bei dem auch Nordrhein-Westfalen kräftig mitmischt.
Früher war der Maifisch in Westeuropa eine feste Größe, auch hier bei uns im Rhein. Doch dann kam die Katastrophe: Dreckiges Wasser, unüberwindbare Wehre und zu viel Fischfang machten ihm den Garaus. Er war praktisch verschwunden. Jetzt steht sein großes Comeback bevor.
Vom Rhein ins Meer und zurück: Die lange Reise der kleinen Fische
Kaum zu glauben, aber der Maifisch ist ein echter Pendler zwischen den Welten, er wechselt von Süß- zu Salzwasser. Der Biologe Andreas Scharbert erklärt diese spannende Reise: Sobald die Larven im Rhein ausgesetzt sind, treiben die Jungfische im Jahresverlauf bis in den Ozean.
Dort werden sie groß und stark. Wenn sie dann zwischen drei und acht Jahre alt sind, kehren die erwachsenen Tiere zum Laichen wieder in die Flüsse zurück. Das bedeutet: Sie schwimmen auch wieder den Rhein hoch, vorbei an Köln und noch weiter.
Projekt zur Wiederansiedlung zeigt erste Erfolge
Ein erstes europäisches Rettungsprojekt für den Maifisch wurde bereits 2007 ins Leben gerufen. Und der ganze Aufwand hat sich gelohnt. „Es funktioniert“, bestätigt Biologe Scharbert. Man habe bereits eine Vielzahl von Fischen bei ihrer Rückkehr in den Rhein gezählt.
Und das Allerbeste kommt noch: Die heimgekehrten Maifische haben sich im Rhein schon wieder auf natürliche Weise fortgepflanzt. Ein echter Lichtblick für die Artenvielfalt direkt vor unserer Haustür. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
