Extreme Dürre Studie überrascht mit Ergebnis: Kann Alkohol Pflanzen vor dem Vertrocknen retten?

Das undatierte Symbolfoto zeigt eine Landschaft mit wenig grünen und vielen vertrocknet-braunen Feldern, dazwischen stehen Bäume.

Auch in diesem Jahr waren vertrocknete Felder, wie auf dem undatierten Symbolfoto zu sehen, keine Seltenheit.

Für Menschen ist Alkohol auf Dauer pures Gift, für Pflanzen bei Hitze womöglich die Rettung? Eine Studie aus Japan informiert jetzt über eine verblüffende Erkenntnis.

Dass Dürre in Deutschland keine Seltenheit mehr ist, haben wir auch in diesem Sommer wieder miterlebt. Die Hitze ist dabei nicht nur für die Menschen eine Herausforderung: Auch die Landwirtschaft steht bei langanhaltend hohen Temperaturen vor einem Problem.

Damit das Säen nicht umsonst ist und trotz Wassermangel ausreichend Nahrung für die (Welt-)Bevölkerung zur Verfügung steht, hat ein japanisches Forschungsteam versuchsweise eine ungewöhnliche Idee umgesetzt – mit positivem Resultat.

Alkohol gegen die Dürre: Wie Pflanzen bei Hitze länger überleben

Geht es um Alkohol und Menschen, wird vor dem Konsum gewarnt. Bei Pflanzen sieht die Sache jedoch anders aus. Laut einer japanischen Studie vom 25. August 2022 kann es im Kampf gegen die Dürre sogar hilfreich sein, wenn Pflanzen Ethanol aufnehmen, wie „20min.ch“ berichtete.

Das Team um Motoaki Seki vom japanischen RIKEN-Forschungsinstitut führte einen Versuch durch, bei dem es die Überlebensfähigkeit zweier Pflanzengruppen bewertete. Nach einer zweiwöchigen Wässerung wurde der Boden der einen Gruppe für drei Tage mit Ethanol behandelt, der andere nicht. Daraufhin wurden alle Pflanzen zwei Wochen lang nicht gewässert.

Nach einer zweiwöchigen „Fake-Dürre“ wurden die Pflanzen wieder gewässert. Am Ende des Versuchs stellte das japanische Team fest, dass weniger als 5 % der Pflanzen ohne den „Ethanol-Boden“ überlebte, dafür aber gut 75 % der alkoholisierten Versuchspflanzen.

Radioaktive Stoffe im Ethanol zeigten, dass Pflanzen, die den Alkohol über den Boden aufnehmen, bestimmte Gene aktivieren, die dafür sorgen, dass sich die Pflanzen „auf den Flüssigkeitsmangel vorbereiten“ und eine Trockenperiode besser überstehen. Was nun noch geklärt werden muss: Welche langfristigen Auswirkungen hat Ethanol auf Böden und Landwirtschaft?

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