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Sensation am HambiDer Wald wird zum Urwald – historische Einigung mit RWE

Hambacher Forst und Tagebau

Copyright: Henning Kaiser/dpa

Der Hambacher Forst soll Urwald werden. (Archivbild)

Hambi ist gerettet! Der Protest-Wald wird zum Urwald.

Ein historischer Tag für NRW! Der jahrelange Kampf um den Hambacher Forst hat ein Happy End. Eine bahnbrechende Einigung sichert die Zukunft des Waldes – er wird für immer wild bleiben.

Der Hambacher Forst, das Symbol des Protests gegen die Kohle, wird zu einem Urwald. Das gab das NRW-Umweltministerium nun bekannt. In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Landesregierung, Kommunen, Naturschützer und die Landwirtschaft mit dem Eigentümer RWE auf die entscheidenden Punkte verständigt.

Das Waldgebiet zwischen Köln und Aachen geht damit spätestens 2035 in den Besitz der Öffentlichkeit über. Es wird dann als sogenanntes Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen und unter Naturschutz gestellt. Der Energiekonzern RWE hat zugesagt, den Forst schon jetzt nicht mehr für die Holzwirtschaft zu nutzen.

Was bedeutet das genau? In einem Wildnisgebiet darf sich die Natur völlig frei und ohne menschliche Eingriffe entfalten. Der Wald wird sich selbst überlassen und kann so über die Jahre zu einem unberührten Urwald heranwachsen.

Mehr Platz für Tiere und Pflanzen

Zusätzlich ist die Schaffung von zwei Waldkorridoren vorgesehen. Der Hambacher Wald soll mit der Steinheide und dem Merzenicher Erbwald verbunden werden. So entsteht ein vernetzter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die schwarz-grüne Landesregierung setzt damit auch eine Zusage aus ihrem Koalitionsvertrag in die Tat um.

RWE hat versprochen, den Wald in öffentliche Hand zu geben. Unabhängig davon können der Abschluss des Tagebaus, die Rekultivierung und die geplante Flutung des riesigen Lochs zu einem See weitergehen. Bis Ende 2026 sollen alle Details in einem rechtlich bindenden Vertrag festgeschrieben werden.

„Ein neues Kapitel für den Hambacher Wald“

NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) sprach von einem Wendepunkt: «Das ist ein historischer Tag, der ein neues Kapitel für den Hambacher Wald aufschlägt». Seine Kollegin, Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU), fügte hinzu: «Der Hambacher Wald, einer der bekanntesten Wälder Deutschlands, wird unter Schutz gestellt und damit dauerhaft für die Menschen in Nordrhein-Westfalen gesichert».

Unter dem Slogan „Hambi bleibt“ wurde der Forst zu einem bundesweiten Sinnbild für den Streit um die Energiewende. Seit 2012 hatten Aktivistinnen und Umweltschützer dort Baumhäuser errichtet, um die Abholzung für den herannahenden Braunkohletagebau zu stoppen.

Vom Konflikt zum Happy End

Der Konflikt spitzte sich 2018 dramatisch zu, als die Baumhäuser bei einem der größten Polizeieinsätze in der Geschichte von NRW geräumt wurden. Die offizielle Begründung: Brandschutz. Doch kurz darauf folgte die Wende: Das Oberverwaltungsgericht Münster verfügte einen vorläufigen Rodungsstopp.

Die endgültige Rettung kam Anfang 2020 durch den Kohle-Kompromiss zwischen Bund, Ländern und Energiekonzernen. In dieser politischen Einigung wurde festgelegt, dass der Hambacher Forst bestehen bleiben soll. Die Kante des Tagebaus endet seitdem direkt vor dem Wald. (dpa/red)

Holger Sticht, Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND), sieht darin eine riesige Möglichkeit: «Mit der heute unterzeichneten gemeinsamen Erklärung besteht die Chance, die ökologische Wiederbelebung der durch die Tagebaue geschundenen Region einen wichtigen Schritt voranzubringen». Dies könne ebenfalls maßgeblich dazu beitragen, die angespannte Lage in der Gegend endgültig zu beruhigen.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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