Neue Züge nach Holland: Köln & Ruhrpott rücken näher
Neue Züge nach HollandIC-Linie soll ab 2028 Köln und Düsseldorf mit Amsterdam verbinden

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Der Bahnverkehr zwischen Amsterdam und NRW soll erheblich verbessert werden. (Archivbild)
Holland-Fans, aufgepasst! Die Zugverbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden werden massiv verstärkt. Ein Vertreter von der Deutschen Bahn hat die Vorhaben offiziell gemacht. Nach Auskunft der Niederländischen Eisenbahnen (NS) geht es um eine neue Intercity-Strecke, die im Zwei-Stunden-Rhythmus Amsterdam, Utrecht und Arnheim mit Düsseldorf, Köln oder Dortmund verbinden wird.
Losgehen soll es ab 2028 mit anfänglich drei täglichen Zugpaaren, eine Erweiterung auf sechs Paare pro Tag ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Ein Sprecher der Bahn begründet den Schritt: „Wir verzeichnen aktuell einen wahren Nachfrage-Boom im internationalen Fernverkehr. Fast ein Drittel mehr Menschen steigen für ihre Europa-Reise seit 2019 auf die Bahn um“. Und die Nachfrage wächst immer weiter.
Stündlich nach Amsterdam: Köln und das Ruhrgebiet rücken näher
Diese neuen IC-Verbindungen kommen obendrauf! Sie ergänzen die schon vorhandene ICE-Strecke von Amsterdam über Köln nach Frankfurt. Das Ergebnis ist eine riesige Verbesserung für Reisende: Ein Stundentakt mit schnellen Verbindungen zwischen der niederländischen Hauptstadt, dem Ruhrgebiet und der Domstadt, wie die „Neue Rhein/Neue Ruhr-Zeitung“ meldet.
Auf die Schienen kommen dafür moderne IC-Züge aus den Niederlanden, die eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h erreichen. Eine Frage ist aber noch offen: Werden die Verbindungen auch am Niederrhein halten? Ob es Stopps in Emmerich und Wesel geben wird, steht noch nicht fest. Aktuell haben diese Städte in der Grenzregion lediglich eine Regionalzug-Verbindung in die Niederlande, die auf der Strecke Düsseldorf-Arnheim verkehrt.
Klare Ansage an die private Konkurrenz
Hinter den Ausbauplänen steckt aber auch Kalkül. Die staatlichen Bahngesellschaften reagieren damit auf den wachsenden Wettbewerb auf der Langstrecke. So schickt die private niederländische Firma Govolta seit März Züge auf die Strecke zwischen Amsterdam und Berlin. Und ab Dezember plant Govolta, auch die Route zwischen Amsterdam und Paris zu befahren. Indem DB und NS sich jetzt schon die Zeitfenster (Fahrtrassen) für ihre neuen ICs sichern, wird es für potenzielle Rivalen schwieriger. Sie können dann kaum noch eigene schnelle Verbindungen auf dieser gefragten Route einsetzen. (dpa/red)
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