Einen Monat nach Rosenmontag Gänsehaut-Video zeigt Ausmaß der Kölner Seuchen-Session

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Ein einsamer Jeck im Saal des Kölner Maritim-Hotels.

Köln – Es ist genau einen Monat her, da feierte Köln am 15. März einen der traurigsten Rosenmontage aller Zeiten. In einem aktuellen Video der Willi-Ostermann-Gesellschaft wird noch einmal das Ausmaß der sprichwörtlichen „Seuchen-Session“ deutlich.

  • Ostermann-Gesellschaft mit Gänsehaut-Video
  • Erste Hilfen geflossen
  • Vorsichtiger Blick auf 11.11. in Köln

Es sind Szenen, die noch einmal in Erinnerung rufen, wie sehr den Kölschen die Dinge fehlen, die den Karneval ausmachen: Schunkeln, singen, gemeinsam Sitzungen erleben.

Um noch einmal das ganze Ausmaß der aufgrund von Corona weitestgehend nicht stattgefunden Session deutlich zu machen, hat die Willi-Ostermann-Gesellschaft auf ihrem Youtube-Kanal ein emotionales Video veröffentlicht. Darin zunächst zu sehen: Leere Säle, ein Jeck alleine auf der Bühne, leere Saaleingänge – kurzum Tristesse pur.

Um dann die Bilder aus den vergangenen Jahren zu zeigen: Von er rappelvollen Mädchensitzung im Sartory, Stimmung mit den Räubern oder Marc Metzger.

11.11. in Köln: Mehrere Pläne in der Tasche

„Die Session 2020/2021 war für uns alle eine neue Erfahrung. Leere Säle, leere Straßen und leere Kneipen. Karneval, wie wir ihn noch nie erlebt haben“, sagt Präsident Ralf Schlegelmilch. Ein Gedanke habe den Verein, aber auch alle anderen Karnevalisten, ständig begleitet: „Nie mehr Fastelovend ohne üch“.

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Wolfgang Niedecken und die Bläck Fööss beim Auftritt in der Lanxess-Arena am Donnerstag (11. Februar).

Ob die kommende Session anders wird? „Das kann jetzt noch niemand sagen“, so Schlegelmilch. „Aber wird gehen die Sache optimistisch an.“ Gut möglich, dass mit voranschreitenden Impfungen der 11.11. auf dem Heumarkt wieder wie gewohnt gefeiert werden kann.

Schlegelmilch: „Aber wir haben natürlich auch Plan B oder C ausgearbeitet und können uns dementsprechend anpassen.“
Unterdessen hat die Solidaritätsaktion „Mer looße üch nit allein“, bei der über eine Million Euro an Spenden eingegangen sind, weitere Formen angenommen.

Soli-Aktion im Kölner Karneval: Erste Hilfen sind geflossen

Wie angekündigt, sind schon erste Hilfen, beispielsweise an Techniker, geflossen. Der Beirat hatte schon schon Anfang März damit begonnen, erste Hilfen auszuzahlen.

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Ein einsamer Jeck auf der Bühne des Maritim-Hotels.

Mitglied Bernhard Conin: „Jeder einzelne Antrag wird natürlich sorgfältig geprüft, aber wir wissen auch, dass die Zeit für Hilfen drängt. Wir sind überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft der Karnevalisten und freuen uns, mit den Geldern so vielen Menschen helfen zu können.”

So oder so: Köln wird diese Session in Erinnerung behalten und erst einmal verarbeiten müssen. Aber die kölschen Jecke wären auch nicht kölsche Jecke, wenn sie nicht auch mit unbändigem Optimismus nach vorne schauen würden.

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