Das Kölner Adventsdorf, das in den vergangenen Jahren unterhalb des Roncalliplatzes ausgerichtet wurde, muss umziehen. Auf dem Platz hat es einen Betreiberwechsel zum Weihnachtsmarkt gegeben.
Weihnachtsmarkt-WirbelAdventsdorf zieht um – Kölsche Größen übernehmen Platz am Dom

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Die bekannte Weihnachtspyramide wird in diesem Jahr nicht mehr auf dem Markt im Schatten des Doms errichtet. Das Adventsdorf zieht nach Zollstock.

Es war immer eine Art Geheimtipp. Im Schatten des Doms, unterhalb des großen Weihnachtsmarktes auf dem Roncalliplatz, war das Adventsdorf neben der Römischen Hafenstraße in den vergangenen Jahren ein beliebter Treffpunkt in der Vorweihnachtszeit.
Vor allem die beleuchtete Weihnachtspyramide war ein beliebtes Fotomotiv. Zwischen Kurienhaus und Studiengebäude des Römisch-Germanischen Museums floss der Glühwein und das Kölsch, während der DJ im Weihnachtsmann-Kostüm für Stimmung sorgte.
Weihnachtsmarkt neben der Römischen Hafenstraße: Betreiberwechsel
Am Wochenende wurde auf dem Platz auch schon mal lauter gefeiert. Mitunter ging es recht wild zu, wenn „Last Christmas“ und andere Hits ertönten. Das Kölner Domkapitel hat als Eigentümer der Fläche den Mietvertrag mit dem bisherigen Betreiber daraufhin nicht verlängert.
Das Adventsdorf muss umziehen, die neue Heimat ist in Zollstock. Am Höninger Weg 212, auf dem früheren Gelände des Hyundai-Autohauses Levi, wird jetzt das Hüttendorf errichtet. Vom 22. November bis 22. Dezember gibt es dort täglich Live-Musik und als besonderen Höhepunkt ein Benefizkonzert mit prominenten Gästen am 13. Dezember.
Auf dem Gelände an der Straße Am Hof wird vom 23. November bis 6. Januar 2027 stattdessen ein neuer Markt seine Premiere feiern. „Im Lichte des Doms“ heißt dieser und der will einen anderen Schwerpunkt setzen. „Unser Fokus liegt auf Atmosphäre, Qualität und einem ruhigen Erlebnis mitten in Köln“, sagt Mitbetreiberin Christine Kölschbach.
Zusammen mit ihrem Mann, Ex-Altstädter-Präsident Hans Kölschbach, haben sich bekannte Kölner Persönlichkeiten zusammengefunden. Gastronomie- und Getränkegroßhändler Bernd Tschirschnitz, Bauer 2009 und Ehrengardist, hatte sich mit ähnlichem Konzept auch für die Ausrichtung des großen Marktes auf dem Roncalliplatz beworben. Die Stadt Köln hatte dies jedoch nur auf Platz 2 gesetzt.

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Anlässlich der Dreikönigswallfahrt stand der Dombaukran aus Holz bereits auf dem Roncalliplatz. Er wird das Zentrum des neuen Weihnachtsmarktes bilden.
Mit im Bunde ist auch Heino Holzemer, der früher Großevents wie das Ringfest auf die Beine gestellt hat und über 25 Jahre im Veranstaltungsmanagement tätig ist. Zusammen wollen die kölschen Größen jetzt dem Platz neben dem großen Markt ein anderes Flair verleihen.
Im Lichte des Doms: Baukran aus Holz als zentrales Element
Statt der Pyramide steht künftig ein Dombaukran aus Holz im Zentrum des Geschehens. Der gehörte fast 500 Jahre zur Silhouette des Kölner Doms und beförderte einst tonnenschwere Steinblöcke nach oben. Anlässlich der Dreikönigswallfahrt stand die 15 Meter hohe Nachbildung bereits im September auf dem Roncalliplatz.
Auf dem Weihnachtsmarkt werden sich Glühweinstand, Feuerzangenbowle und zwölf kulinarische Marktstände um ihn gruppieren. Auf der Weihnachtsmarktbühne werden in den nächsten Wochen Künstler wie JP Weber, Et Klimpermännche (Thomas Cüpper) und Björn Heuser auftreten.
