Brandstiftung und Sachbeschädigung Video zeigt Attacke von Kölner Wut-Opa

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Mit voller Wucht haut der Mann die Scheiben der Bar „African Drum“ am Ebertplatz ein.

Köln – Die Brandstiftung an einem Kiosk in Köln-Mülheim war nicht die erste schwere Attacke des Rollator-Rambos. Der Senior griff auch die Bar „African Drum“, das Café am Ebertplatz und eine dortige Galerie an. Auf einem Video ist zu sehen, wie er mit Flaschen, die er aus seinem Rollator nimmt, die Scheiben der Bar einschlägt.

Nach dieser Attacke am 14. Juli ließ ihn die Polizei wieder laufen. Noch in der Nacht steckte er später das Auto in Mülheim in Brand.

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Mit voller Wucht haut der Mann die Scheiben der Bar „African Drum“ am Ebertplatz ein.

Der Schock bei Kiosk-Betreiber Vügar Askerov aus Mülheim sitzt noch tief. Nachdem er dem Senior mit dem Rollator ein Hausverbot erteilt hatte, wäre sein Geschäft am 15. Juli fast abgebrannt (hier lesen Sie mehr).

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Nach der Tat in Mülheim hat „African Drum“-Betreiber Samuel „Sammy“ Obode den Rollator-Rambo wiedererkannt. „Ich kenne den Mann schon länger. Er war schon ein paar Mal bei mir in der Bar. Er hatte eine Scheibe einer Galerie hier am Ebertplatz eingeschlagen“, berichtet er.

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„African Drum“-Inhaber Samuel „Sammy“ Odobe hatte dem Angreifer zuvor ein Hausverbot erteilt.

Und weiter: „Dann kam er zu mir in die Bar. Ich sagte ihm, dass er nicht einfach hierher kommen und Scheiben einschlagen kann. Er zeigte sich uneinsichtig. Ich erteilte ihm ein Hausverbot. Nach ein paar Tagen kam er dann zurück und schlug die Scheiben meiner Bar ein.“

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Der ältere Mann nimmt Flaschen aus seinem Rollator, mit denen er kurz darauf die Scheiben einschlägt.

Bar-Chef Sammy war am Tattag nicht in der Bar. Dafür aber Mitarbeiter, von denen eine die Attacke filmte, und ein paar Gäste. Auf dem Video ist zu erkennen, wie der ältere Mann vor der Bar steht und etwas sagt. Dann geht er zu seinem Rollator und holt zwei Flaschen. Mit ihnen schlägt er dann mit voller Wucht eine Scheibe der Bar ein. Panisch versuchen die Gäste in der Bar, sich in Sicherheit zu bringen. Eine Frau will den Angreifer noch einem Stuhl abschrecken, lässt aber wieder ab von ihm.

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Panisch versuchen Gäste und Mitarbeiter, sich vor der Attacke zu schützen. Eine Frau ruft die Polizei.

Auf dem Video ist auch zu hören, dass die Bar-Mitarbeiterin die Polizei anruft. „Kommen Sie sofort. Hier ist alles in Schutt und Asche“, ruft sie ins Telefon. Zuvor soll der Wut-Opa auch das Café neben dem Brunnen auf dem Ebertplatz heimgesucht haben. Dort hat er einige Sachen verwüstet und Sonnenschirme aufgeschlitzt.

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Die alarmierte Polizei ist schnell vor Ort und nimmt den Rollator-Rambo fest. Er wurde auf eine Wache gebracht. Dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Für die Behörden gab es offenbar keine ausreichenden Gründe, den Mann in U-Haft oder in eine Klinik zu schicken.

Da er etwa einen festen Wohnsitz hat, besteht keine Fluchtgefahr. Eine Wiederholungsgefahr haben die Behörden offenbar nicht erkannt. Laut Zeugen wurde das Video, auf dem die Attacke dokumentiert ist, der Polizei übergeben.

Rollator-Rambo nach Brandstiftung in Köln-Mülheim in Klinik eingewiesen

Der Rollator-Rambo wurde erst nach der Brandstiftung in Mülheim in die LVR-Klinik Merheim eingewiesen. Nachdem die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen sind, muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob gegen den Senioren ein Verfahren eröffnet wird.

Polizei ermittelt wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Beleidigung gegen Kölner Senioren

Derzeit wird wegen Brandstiftung, Sachbeschädigung und Beleidigung gegen ihn ermittelt. Ob der polizeibekannte Rollator-Rambo weitere Taten auf dem Kerbholz hat, konnte die Polizei mit Verweis auf den Datenschutz nicht sagen.

Für Kiosk-Mann Vügar Askerov und „African Drum“-Betreiber Sammy ist das alles unverständlich. Sie sind der Meinung, dass die Brandstiftung hätte verhindert werden können, wenn die Behörden anders gehandelt hätten.

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