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Kölner Pegel sinkt und sinkt Viele fragen sich: Können wir bald durch den Rhein laufen?

Der Rhein in Köln mit Niedrigwasser und einem Pegelstand um die 1,79 Meter am 22. Juni 2022.

Der Pegel sinkt und sinkt ... Das Foto vom 22. Juni 2022 zeigt den Rhein bei Niedrigwasser in Köln.

Der aktuelle Rheinpegel in Köln liegt bei niedrigen 107 Zentimetern – und das hat Folgen für die Frachtschifffahrt. Viele fragen sich aber auch: Kann ich bald durch den Rhein laufen?

Der niedrige Rheinpegel von 107 Zentimetern in Köln (Stand: 31. Juli 2022, 8.30 Uhr) ist zwar noch weit weg vom Rekordtiefpunkt (dieser lag im Oktober 2018 bei 67 Zentimetern), dennoch wird in diesen Tagen ganz besonders hingeschaut.

Durch die extremen Hitzetage ist es durchaus möglich, dass der Pegel in den kommenden Tagen noch weiter sinkt.

Niedriger Wasserpegel schränkt Schifffahrt ein

Die Trockenheit schränkt zurzeit das Geschäft der Frachtschiffe auf dem Rhein und anderen Flüssen in Deutschland stark ein. „Wir dürfen nur noch etwa 50 Prozent der Menge transportieren, die wir transportieren könnten“, sagte der Vorstand der Deutschen Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt, Roberto Spranzi, der dpa in Duisburg.

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Die Pegelstände der Flüsse sind derzeit niedrig. Durch die geringere Ladungsmenge sind die Schiffe weniger schwer und nicht so tief im Wasser. Die Kapazitäten sind also reduziert, die Nachfrage ist aber hoch. „Wir sind ausgebucht“, so Spranzi. Schweres Frachtgut sind zum Beispiel Chemikalien, Kies und Rohstoffe wie Kohle.

Kölner Pegel bei 107 Zentimetern: Können wir bald durch den Rhein laufen?

Neben den Problemen der Schifffahrt fragen sich viele Kölner und Kölnerinnen: Kann ich bald zu Fuß durch den Rhein laufen?

Könnte man. Aber nur theoretisch! Fakt ist, auch wenn der Pegel bei nur noch 77 Zentimetern liegt, gibt es noch die Fahrrinne für die Schiffe und Fähren, die in Köln rund einen Meter tief ist. Dort beträgt der Wasserstand also 1,77 Meter.

„Durchzulaufen, wäre lebensgefährlich“, warnt ein Sprecher von den Stadtentwässerungsbetrieben der Stadt Köln (StEB). „Denn die Fließgeschwindigkeit des Flusses verringert sich mit sinkenden Pegeln nicht.“ Also bloß nicht ausprobieren!

Wird unser Trinkwasser durch das Niedrigwasser knapp?

Und wie schaut es mit der Trinkwasserversorgung aus? „Das Niedrigwasser des Rheins hat keinen Einfluss auf unser Trinkwasser, denn wir beziehen dieses größtenteils über ein Grundwasserreservoir“, beruhigt die RheinEnergie.

„Der Rhein sickert zwar ebenfalls ins Grundwasser ein, aber nur geringfügig. Das Reservoir füllt sich im Herbst und Winter, deswegen spielt die Dürre in den Sommermonaten kaum eine Rolle.“

Es müsse schon über mehrere Herbst- und Winterperioden trocken bleiben, damit man Auswirkungen spüre. „Die Trinkwasserversorgung ist auf Jahre hin gesichert.“ (mt/dpa)

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