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Erfolgreiche RazziaMutmaßlicher Waffen- und Drogenring in Köln zerschlagen

Die Polizei Köln präsentierte Waffen- und Drogenfunde.

Copyright: Arton Krasniqi

Die Polizei Köln präsentierte Waffen- und Drogenfunde.

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Die Polizei Köln wertet die Großrazzia vom Donnerstag als Erfolg. Sechs Beschuldigte sitzen in U-Haft.

Umgebaute Pistolen, Kokain in gepresster Form und ein Café in Köln-Mülheim als Zentrale: Bei der Razzia am Donnerstag (8. Oktober) haben Kölner Ermittler gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt einen Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität erzielt.

Der Großeinsatz reichte über Köln hinaus. In NRW und Rheinland-Pfalz durchsuchten die Einsatzkräfte insgesamt 18 Objekte. Sechs Beschuldigte nahmen die Kölner Beamten fest. Im Visier der Staatsanwaltschaft Köln stehen insgesamt 16 Beschuldigte.

Waffen illegal zu Automatikwaffen umgebaut

Es geht unter anderem um Handel mit illegalen Schusswaffen. Dazu kommt gewerbs- und bandenmäßiger Handel mit Cannabis und Kokain in nicht geringer Menge. Die sechs Festgenommenen sitzen in Untersuchungshaft, ein Richter hat Haftbefehle gegen sie erlassen, wie Sinan Șengöz, Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag im Kölner Polizeipräsidium mitteilte.

Am Freitagvormittag (9. Oktober) luden Kölner Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Köln zur gemeinsamen Pressekonferenz. Dort lagen auch die Funde vom Donnerstag auf dem Tisch. Die Ermittler hatten bei den Durchsuchungen 15 halbautomatische Schusswaffen sichergestellt. Ein Teil davon waren gefälschte Nachbauten des Modells Glock.

Mehrere dieser Waffen waren nach Angaben von Kripo-Leiter Michael Esser illegal so umgebaut worden, dass sie automatisch feuern können. Die Rede ist von sogenannten „Glock Switches“. Mit so einem Umbau können die Waffen laut Esser 17 Schuss abgeben – in einer einzigen Sekunde. Außerdem fanden die Beamten 17 Kilo Rauschgift sowie Bargeld und Falschgeld.

Bei der Razzia wurden auch zahlreiche Waffen sichergestellt.

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Bei der Razzia wurden auch zahlreiche Waffen sichergestellt.

Eine Spur führte die Behörden unter anderem zu einem Café auf der Berliner Straße in Mülheim. Nach Angaben der Polizei soll dort der zentrale Treffpunkt der Gruppierung gewesen sein, außerdem soll dort verkauft worden sein. In dem Café stießen die Ermittler auch auf illegale Glücksspielautomaten. Die Stadt Köln hat den Laden deshalb dichtgemacht.

Durchsucht wurde auch in Erftstadt, Wipperfürth und Sinzig. Gemeinsam mit dem BKA wurden zudem drei Männer in Spanien festgenommen. Laut den Ermittlern gibt es Hinweise, dass einige der 16 Beschuldigten auch an Mordanschlägen beteiligt sein könnten. Offen ist, ob sie etwas mit früheren Schüssen auf Wohnhäuser und Geschäfte zu tun haben. Geprüft wird derzeit auch, ob es Verbindungen zu verschiedenen Gruppierungen gibt. (red)