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Nach fast fünf JahrenPolizei fasst Trio nach brutalem Überfall in Köln

Drei Tatverdächtigen überfielen im Dezember 2021 das Feinkostgeschäft Mare Atlantico.

Copyright: Polizei Köln

Drei Tatverdächtige überfielen im Dezember 2021 das Feinkostgeschäft Mare Atlantico.

Coup für die Kölner Polizei: Nach dem brutalen Überfall auf einen Feinkostladen klickten jetzt die Handschellen.

Jahrelang fehlte jede Spur, jetzt die Wende! Drei Männer stehen im Verdacht, den aufsehenerregenden Raub auf dem Großmarkt begangen zu haben. Und das ist wohl nicht alles.

Ein riesiger Erfolg für die Kölner Polizei nach beinahe fünf Jahren!

Trio soll für weitere Verbrechen verantwortlich sein

In einem aufsehenerregenden Fall, der lange als ungelöst galt, gab es nun eine entscheidende Wendung. Am Donnerstagmorgen klickten für drei Männer die Handschellen. Die Verdächtigen sind 44, 45 und 52 Jahre alt.

Ihnen wird vorgeworfen, am 23. Dezember 2021 für den Überfall auf das Delikatessengeschäft Mare Atlantico am Großmarkt verantwortlich zu sein, so eine Mitteilung der Behörden.

Seinerzeit drangen drei vermummte und bis an die Zähne bewaffnete Männer in den Laden ein. Ihr Arsenal: ein Sturmgewehr, eine Maschinenpistole sowie eine zusätzliche Feuerwaffe. Die Angreifer gaben mehrere Warnschüsse in die Decke ab und setzten damit Kunden und Personal unter Druck. Ein weiterer Schuss löste sich anscheinend versehentlich, traf eine Tischplatte und verfehlte eine Mitarbeiterin an der Kasse nur um Zentimeter.

Die Täter entkamen mit etwa 100.000 Euro in einem Fahrzeug mit blauer Lackierung über die Autobahn A4 in Richtung des Rheinisch-Bergischen Kreises. Wochen danach entdeckten Fahnder bei der Ausfahrt Moitzfeld das gestohlene Nummernschild. Dieses war vorher in Köln-Seeberg geklaut und am Fluchtwagen montiert worden.

Von dem Auto selbst gibt es bis heute keine Spur. Der Fall wurde sogar zweimal in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt, das letzte Mal erst vor einem Monat. Laut den Ermittlern sind auch Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras von großer Bedeutung, da sie die Tat und die Täter sehr deutlich zeigen sollen.

Am Donnerstag gab es dann den großen Zugriff: Die Polizei durchkämmte simultan zwölf Objekte, darunter private Wohnungen, Geschäftsadressen und Schließfächer.

Die Razzien fanden in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und sogar in Baden-Württemberg und Bayern statt. Weil es konkrete Anhaltspunkte für Waffenbesitz beim 44-jährigen Verdächtigen aus Hockenheim und dem 52-jährigen Kölner aus dem Stadtteil Holweide gab, wurden auch Spezialeinheiten hinzugezogen.

Auch Seniorin in Wohnung in Engelskirchen ausgeraubt?

Doch die Liste der Vorwürfe ist noch länger. Die Anklagebehörde beschuldigt das Trio weiterer Verbrechen. Am 22. März 2023 sollen sie zusammen einen Juwelier am Friedrich-Ebert-Platz in Leverkusen überfallen und dabei Schusswaffen eingesetzt haben. Der 52-jährige Beschuldigte soll außerdem am 16. Juni 2023 eine 84-jährige Seniorin in deren Wohnung in Engelskirchen ausgeraubt haben.

Bei den Razzien konnte die Ermittlungsgruppe des Kriminalkommissariats 14 eine Menge an Beweismaterial beschlagnahmen, zu dem auch eine einsatzbereite Schusswaffe gehört. Ob diese Waffe bei einem der zur Last gelegten Verbrechen zum Einsatz kam, wird aktuell untersucht. Verletzt wurde bei der großangelegten Aktion niemand. Lediglich an einigen Wohnungstüren entstand durch das gewaltsame Öffnen geringfügiger Schaden. (red)

Stadionbad Köln: Das Foto wurde 1954 aufgenommen – im Hintergrund der alte Sprungturm. Rechts die bekannte Statue von 1912 „Bursche mit Pferd“.
Tragischer Hitzesommer 1952
25.000 im Stadionbad – Kinder mussten draußen bleiben