Urteile im Kölner Koks-Prozess sind gefallen.
Mega-Prozess in Köln„Eine exorbitante Menge“ – Koks-Urteil ist gefallen

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Sichergestelltes Kokain (Symbolfoto). In Köln endete jetzt ein Prozess gegen Drogenschmuggler.
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Ein spektakuläres Urteil am Landgericht Köln!
Der Prozess gegen Drogenschmuggler, denen vorgeworfen wird, im Jahr 2023 etwa 40 Tonnen Kokain ins Land gebracht zu haben, fand am Donnerstag sein Ende. Verurteilt wurden sechs Männer im Alter von 31 bis 52 Jahren.
Koks zwischen Bananen und Mehl verborgen
Die Männer wurden wegen bandenmäßigem Handel mit Kokain, Beihilfe und Drogenbesitz verurteilt. Das meldet dpa. Einer der Beschuldigten kam frei, da die Beweise nicht ausreichten. Das Gericht bewilligte ihm eine finanzielle Entschädigung für die Zeit, die er in U-Haft saß.
Die Drogen kamen hauptsächlich per Schiff aus Ecuador, versteckt in Containern mit legalen Gütern wie Holz, Bananen oder Weizenmehl. Die Zollfahnder konnten den Löwenanteil von 35 Tonnen abfangen – teils im Herkunftsland, bei einer Kontrolle in Rotterdam oder im Hafen von Hamburg. Dennoch schaffte es eine Charge von fünf Tonnen Kokain bis in den Verkauf.
Der vorsitzende Richter betonte in seiner Urteilsverkündung: „Wir haben hier einen Fall, der solitär ist“. Er war sich sicher, dass ein Fall dieser Dimension, bezogen auf die schiere Menge an Kokain, in Deutschland seinesgleichen suche. Dieser Prozess sprenge „völlig aus dem Normalbereich“ dessen, was Gerichte sonst bei Drogendelikten verhandeln. „Das ist eine exorbitante Menge“, wiederholte der Vorsitzende.
Als Anführer der Bande gilt laut Gericht ein 45-jähriger Unternehmer aus Eitorf. Für Auftraggeber aus der Türkei soll er die Kokain-Transporte eingefädelt haben. Der Mann legte ein weitreichendes Geständnis ab und gab zu, für die ersten vier Fuhren jeweils 200.000 Euro kassiert zu haben.
Damit die illegalen Geschäfte seriös wirken, beauftragte der 45-Jährige einen 44-jährigen Komplizen mit der Gründung etlicher Importfirmen. Jener 44-Jährige, der bei vielen dieser Unternehmen als Chef fungierte, beteuerte vor Gericht, er sei ohne sein Wissen in die Machenschaften verwickelt worden. Diese Geschichte glaubte ihm das Gericht jedoch nicht. (red)
Für den 45-jährigen Hauptverantwortlichen setzte es eine Gefängnisstrafe von 14 Jahren und sechs Monaten. Sein 44-jähriger Komplize muss für elf Jahre hinter Gitter. Die übrigen Verurteilten, die als Unterstützer, beim Entladen oder als Fahrer tätig waren, bekamen Haftstrafen, die zwischen achteinhalb und zwölf Jahren liegen. (red)
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