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„Median Empire“ Kurden-Rocker drohen den Hells Angels

Die Kurden-Rocker von „Median Empire“ geben sich selbstbewusst, drohen der Konkurrenz.

Die Kurden-Rocker von „Median Empire“ geben sich selbstbewusst, drohen der Konkurrenz.

Köln – Unruhe in der Rocker-Szene. Denn es droht ein Machtkampf im Friesenviertel zwischen den Hells Angels und dem kurdischen Rockerclub „Median Empire“. Der neue Club droht: „Die Angels sollen uns nicht provozieren.“

Auslöser dafür war ein „Besuch“ von etwa 30 Hells Angels in der Sisha-Bar, die der Chef der Kurden-Rocker am Friesenplatz betreibt.

Die Kutten-Träger wollten wissen, wer an der Hauswand der benachbarten Ex-Disco „Big Ben“ vier Buchstaben gesprüht hatte: „BFFB“. Bedeutet: „Bandido Forever, Forever Bandido“ (Einmal ein Bandido, immer ein Bandido). Die Hells Angels, die das Kürzel „AFFA“ (Angels Forever) für sich beanspruchen, vermuteten die Übeltäter bei den Kurden, die bislang zu den Bandidos freundschaftliche Beziehungen pflegten.

Ein Mitglied von „Median Empire“ zum EXPRESS: „Das waren wir aber nicht. Entweder waren das die Bandidos oder die Hells Angels selber.“ Und weiter: „Wir wollen keinen Stress mit anderen Clubs. Aber wenn man uns weiter provoziert, wissen wir nicht, wie lange wir noch stillhalten können.“ Eine deutliche Warnung.

Die bis dahin freundschaftlichen Verbindungen der Kurden-Rocker zu den Bandidos scheinen abgekühlt zu sein. „Wir sind kein Unterstützer-Club von irgendjemandem“, betonen die Rocker von „Median Empire“. Und: „Falls die Bandidos für die Aktion verantwortlich sind, sollen sie dafür geradestehen.“

Hintergrund der Auseinandersetzungen dürften die Machtansprüche im Milieu sein. Wer das Sagen hat, verdient auf den Ringen gutes Geld. Die Polizei hat daher die Szene im Auge, ist oft sichtbar und zivil im Friesenviertel unterwegs.

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