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Markt-Aus am RudolfplatzStammgast wird emotional: „Warum geht das nicht in Köln?“

Gäste auf dem Feierabendmarkt am Rudolfplatz

Copyright: Meet and Eat

Gäste auf dem Feierabendmarkt am Rudolfplatz

Aktualisiert

Den Feierabendmarkt auf dem Rudolfplatz wird es so nicht mehr geben. Von den Gästen hagelt es Kritik.

Der beliebte Treffpunkt „Meet and Eat“ am Rudolfplatz ist Geschichte. Nach über einem Jahrzehnt muss der beliebte Feierabendmarkt dichtmachen. Am kommenden Donnerstag (26. März) wird der allerletzte stattfinden.

Für viele Kölnerinnen und Kölner ist es ein Stich ins Herz.

Feierabendmarkt auf dem Rudolplatz ist Geschichte

Auch Jürgen Bayer, langjähriger Besucher des „Meet and Eat“, ist schockiert.

„Meine Frau und ich sind seit rund zehn Jahren fast jeden Donnerstag da und genießen die Atmosphäre. Diese ist einzigartig und gibt es kein zweites Mal in Köln“, erzählt Bayer gegenüber EXPRESS.de.

„Jeder kommt mit jedem ins Gespräch, lacht, es entstehen Freundschaften. Wir haben da Menschen kennengelernt, mit denen wir jetzt sogar in den Urlaub fahren“, trauert der Stammgast „seinem“ Markt hinterher.

Er würde auch häufiger auf den Wochenmarkt nach Bonn fahren, wo Händlerinnen und Händler für Obst, Gemüse, Brot und Blumen neben zahlreichen Foodtrucks stehen. „Warum geht das nicht in Köln?“, fragt Bayer.

Beim Kölner „Meet and Eat“ handele es sich bei den Händlerinnen und Händlern überwiegend um Einzelexistenzen. „Ein Händler zum Beispiel hat bereits für die kommende Saison die Weine geordert“, erzählt er. Der bleibe vermutlich jetzt darauf sitzen.

Auf der Instagram-Seite von „Meet and Eat“ gibt weitere Kommentare:„Versteht man nicht. Das war ein Ort zum Abschalten und endlich mal wieder ein positives Lebensgefühl. Zusammentreffen mit netten Menschen – sowas brauchen wir in diesen Zeiten mehr denn je! Ich denke, Köln will immer so tolerant sein?“, schreibt eine Besucherin.

So sieht es auch eine andere Besucherin: „Ein Foodmarket ist mehr als nur ein Ort zum Essen – er ist ein sozialer Raum, ein kultureller Knotenpunkt und ein Aushängeschild für eine moderne, offene Stadt. Wer solche Orte abschafft, riskiert nicht nur wirtschaftliche Einbußen für lokale Anbieter, sondern auch den Verlust von Lebensqualität und Identität.“

Konkurrent hat den Zuschlag für den Markt bekommen

Hintergrund: Die Stadt Köln erneuert die Genehmigung, die am 31. März endet, nicht. Auf Nachfrage bestätigte die Stadtverwaltung, dass ein Konkurrent den Zuschlag für den Markt bekommen hat.

Eine Sprecherin der Stadt erklärte: „Nach Prüfung durch die Verwaltung steht fest, dass lediglich das Konzept der Deutschen Marktgilde den rechtlichen Bestimmungen zum Betrieb eines regulären Wochenmarktes entspricht.“

Der bisherige Veranstalter Agrar-Konzept übt scharfe Kritik an der Entscheidung der Stadt. Geschäftsführer David Frahsek sagt: „Es wurde kein Konzept ausgeschrieben, das den bestehenden Feierabendmarkt abbildet und fortführen kann, sondern ein gesetzeskonformer Wochenmarkt“. (mt/red)

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Brandort „An St. Magdalenen in Köln“ (Archivfoto)

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