„Er wird uns fehlen“ Marita Köllner trauert um kölsche Mallorca-Größe (†67)

MaritaUli

Uli Rohkst mit Marita Köllner (r.)

Palma de Mallorca/Köln – Fast zwölf Jahre lang war er auf der Lieblingsinsel der Deutschen heimisch. Etablierte sich gastronomisch, war bekannt wie ein bunter Hund und beliebt, vor allem bei Touristen aus dem Rheinland.

Denn Uli Rohkst (†67) war mit seinem Lokal Et Dömsche Anlaufpunkt schlechthin der Jecken in der jährlichen „kölschen Woche".

Ende März verstarb die kölsche Mallorca-Größe zum Entsetzen seiner Familie und Freunde, wie jetzt bekannt wurde. Rohkst hatte an einem langwierigen Lungenleiden gelitten.

Gefühlt halb Köln kondolierte auf der Facebookseite des Lokals, als sein Sohn dort die traurige Nachricht mitteilte.

Rohkst hatte viele Freunde. Mit Marita Köllner haben wir eine langjährige Weggefährtin von ihm gebeten, ihre Gedanken zum Original in Worte zu fassen.

Mallorca-Wirt verstorben: Hier schreibt Marita Köllner für Uli Rohkst

„Uli war ein herzensguter Mensch und hat sich liebevoll um sein Lokal Dömschen gekümmert.
Marius, sein Sohn, hat das Lokal mit ihm zusammen geführt, bis Marius auf Grund einer heimtückischen Erkrankung vor nicht zu langer Zeit starb. Wie jeder Vater litt Uli unendlich.

Max, Ulis zweitgeborener Sohn, übernahm das  Dömschen.

Uli diskutierte gerne über Politik und die Welt. Er liebte die kölsche Mentalität und versuchte alle seine Gäste willkommen zu heißen. Die Gäste waren und sind überwiegend Rheinländer, die meistens die Frage:: Wo küss do her? Mit der Antwort - uss Kölle - beantwortete.

Wobei Köln ganz neue Vororte bekam:
Köln-Prüm oder Köln-Langerwehe usw.

Die Gäste liebten es, dass kölsche Gefühl in der Nähe der aufgemalten Domspitzen zu zelebrieren.

Dabei platzte das Dömschen bei jedem FC-Spiel aus allen Nähten. Die Stimmung war mindestens genauso wie im Rheinenergie-Stadion. Die Farben rut un wieß waren total angesagt.

Er nahm sich gerne selber auf die Schippe, wenn es um seine Frisur ging. Er sah fast immer aus, als wenn er  mit dem Finger in der Steckdose geschlafen hätte. Wir haben viel mit ihm gelacht.

Er wird uns fehlen. Ein kölsches Original aus Bonn an der Playa.

Er kämpfte ein Jahr lang darum, Reissdorf Kölsch im Dömschen ausschenken zu dürfen, und er hat es geschafft. Viele Kölner liebten ihn dafür. Wie jeder Kölsche, der an der Playa die kölsche Gemütlichkeit sucht.

Vom ersten Tag waren wir erklärte Fans von diesem Kultlokal un singem Chef.

Mallorca: Spontankonzert mit Marita Köllner

Und Marita hat noch eine Anekdote parat:

„Wir haben auch mal spontan mit Willi Bellinghaus und Thomas Münz von Dancing Sound Bonn, ein Konzert gemacht. Uss dr Lamäng. Nachdem die offizielle Musik abgestellt war. Uli saß auf dem Barhocker vor der Treppe und hat aufgepasst falls die Polizei kommt. 100 Menschen haben auf der Terrase kölsche und internationale Lieder gesungen zu unserer Boom Box und unserem Gesang. Die Hotelgäste auf den umliegenden Balkonen haben mitgesungen und Zugabe gerufen. Uli hat Blut und Wasser geschwitzt, aber dieses Konzert hat Geschichte geschrieben.“

Kölner auf Mallorca: Auch Big Ron Büttner trauert

Große Trauer auch bei Big Ron Büttner. Der Inhaber der bekannten 4711-Kölschkneipe am Ballermann sagt uns zum Tod seines Kumpels: „Ein Thema, das uns alle hier sehr bewegt.“

Der Kölner Anwalt Michael Richter ebenso: „Wir waren zuletzt Ende 2018 mit ihm und seinem Sohn beinahe täglich zusammen, er war ein Pfundskerl, der unendlich viel Wasser mit Eisstückchen am Abend trinken konnte, mehr als ich Reissdorf. Ich hatte den Vorteil , dass er einen am Ende des Abends zum Hotel fahren konnte.

Bedauere seinen Tod sehr und hoffe, dass sein Sohn  in der jetzigen Zeit sein Geschäft weiterführen kann.“

Das hofft ganz Köln. Mach et jot, Uli!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.