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„Ich mache es für Gott“ Kölner Pfarrer trotzen Verbot: Aufstand gegen den Vatikan

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Bei der Freiluftmesse am Sonntagabend, 9. Mai, in Lindenthal segnete Pfarrvikar Ulrich Hinzen auch homosexuelle Paare. 

Köln – Katholisch und schwul: Da ist der Mensch, der an einen Gott der Liebe glaubt. Und da ist die Katholische Kirche, der ihm Gottes Segen vorenthalten will, weil ihr die Form der Liebe nicht passt. Dagegen protestieren inzwischen immer mehr Kölner: Selbst Pfarrer beteiligen sich daran und trotzen den Vorgaben aus Rom und Rainer Maria Kardinal Woelki, wie sich bereits am Sonntag, 9. Mai zeigte.

  • Bundesweite Aktion #liebegewinnt
  • Köln: Segen für homosexuelle Paare
  • Pfarrer stellen sich gegen Rainer Maria Kardinal Woelki

Rund 100 Menschen zeigten ihren Protest am Sonntagabend, 9. Mai, vor der Kirche Christi Auferstehung in Lindenthal. Die Freiluft-Messe wurde von Pfarrvikar Ulrich Hinzen gehalten, zu sehen waren große Regenbogenfahnen, die Symbole der Lesben- und Schwulenbewegung.

Köln: Katholische Pfarrer unterstützen Aktion #liebegewinnt

Hinzen stellte sich damit gegen das vor kurzem von der römischen Glaubenskongregation bekräftigte Verbot, homosexuelle Paare zu segnen. Wenn sich zwei Menschen lieben, könne das nicht gegen Gottes Wille sein, argumentiert Hinzen. 

Viele seiner Kollegen teilen diese Ansicht: Unter der Aktion „#liebegewinnt“, die von der Reformbewegung Maria 2.0 unterstützt wird, finden auch am Montag, 10. Mai, bundesweit rund 100 Segnungsfeiern statt, bei denen niemand ausgeschlossen wird.

Protest gegen Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki

Die Sprache der katholischen Kirche über Liebe und Sexualität werde sich ändern müssen, fordern die Teilnehmer und stellen sich damit gegen den Kölner Erzbischof: Rainer Maria Kardinal Woelki begrüßt das Segnungsverbot: Es stärke seiner Ansicht nach das katholische Ehe- und Familienverständnis.

Der weit über die Kölner Stadtgrenzen bekannte katholische Pfarrer Franz Meurer trotzt mit seiner Unterstützung für „#liebegewinnt“ ebenfalls dem Kölner Oberhirten. 

Auf die Frage, ob er nicht befürchte, von seinem Bischof „eingenordet“ zu werden, sagte Meurer vor kurzem gegenüber der „Kölnischen Rundschau“: „Ich mache das nicht für den Bischof, ich mache das für den Herrgott.“

Auch die Kölner Top-Band Brings unterstützt die Aktion: Ihren Hit „Liebe gewinnt“ gibt es in einem „Rainbow Edition“-Video. Am Montag, 10. Mai, treten Brings bei einem  Segnungsgottesdienst in Hamm auf.