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Lanxess-Arena 30 Jahre „Arsch huh“ in Köln: So können Sie dabei sein

Gruppenbild von 30 Jahre „Arsch huh“ vor der Lanxess-Arena.

Organisatoren und beteiligte Künstler von 30 Jahre „Arsch huh“ posierten am Freitag (30. September 2022) vor der Lanxess-Arena.

Der 30. Jahrestag von „Arsch huh“ kann spontan am 10. November in der Lanxess-Arena gefeiert werden. Wer live dabei sein will, benötigt unbedingt ein Ticket. Zudem erscheint ein besonderes Album.

Von einem Jubiläum wollen die Macher eigentlich nicht reden, denn in dem Begriff stecke schließlich das Wort Jubel mit drin. Dennoch freuten sich die Verantwortlichen der AG „Arsch huh“ am Freitag (30. September 2022) sichtlich. Kurzfristig ist zum 30. Jahrestag der Großveranstaltung doch noch ein toller Rahmen geschaffen worden.

Ursprünglich wollte man am Chlodwigplatz oder Heumarkt eine Hommage an die legendäre Gründungsveranstaltung am 9. November 1992 durchführen. „Die Polizei hat uns aber das Leben schwer gemacht, weil sie etwas andere Einschätzungen als wir hatten, was die zu erwartenden Teilnehmenden angeht“, sagte Vorstand Manfred Post.

30 Jahre „Arsch huh“ steigt am 10. November in der Lanxess-Arena

Das vorgeschlagene Gelände der Deutzer Werft am Rheinufer erwies sich als zu kostspielig. Da griff Ex-Höhner-Bassist Hannes Schöner (69) zum Telefon und rief bei Lanxess-Arena-Chef Stefan Löcher (51) an. Da Komiker Otto Waalkes (74) seine Tour abgesagt hatte, war der 10. November im Henkelmännchen frei geworden.

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„Arsch huh“, das steht für Freiheit, Gleichheit und Solidarität. „Wir haben keine Sekunde gezögert, schließlich denken wir in Köln ja in Lösungen“, sagte er mit einem leichten Augenzwinkern. „Diese Veranstaltung hat eine Strahlkraft weit über Köln hinaus. Zivilcourage ist wichtig, gerade in dieser Zeit. Wir dürfen den Populisten nicht noch mehr Raum geben.“

30 Jahre nach der ersten Versammlung soll nun in der Lanxess-Arena unter dem Motto „30 Jahre Arsch huh – wachsam bleiben“ ein Zeichen für soziales Miteinander und gegen Fremdenhass gesetzt werden. Das Programm ist ab 19.30 Uhr auf rund vier Stunden angesetzt. Bis zu 25 musikalische Beiträge, einige Auftritte von Kabarettisten sowie politische Wortbeiträge sind geplant.

Für die Verantwortlichen ist der „Arsch huh“-Abend wichtiger denn je. „Wie begegnen wir den gefährlichen Tendenzen, dass die Gesellschaft immer weiter auseinanderfällt“, fragte Politikwissenschaftler Dr. Wittrich Roßmann (71). „Die Rechten profitieren von der aktuellen Situation, wie man gerade bei den Wahlen in Italien gesehen hat. Wir wollen daher in dieser Krise mit all ihren Nöten ein Sprachrohr bieten.“

Bild vom Cover des Albums zu 30 Jahre „Arsch huh“.

Das Jubiläums-Album zu 30 Jahre „Arsch huh“ erscheint am 4. November.

Ähnlich sieht das auch Filmemacher Hermann Rheindorf: „Es gibt allen Grund, um weiterzukämpfen und den Menschen Zusammenhalt zu schenken. Das wird ein ernster und politischer Abend.“ Im Vorfeld zieht eine Groß-Demonstration des Bündnisses „Köln stellt sich quer“ bis hin zum Ottoplatz.

Wichtiges Detail: Um den Einlass in die Halle zu koordinieren und organisieren, werden ab sofort Tickets zum Solidaritätspreis von fünf Euro über www.koelnticket.de verkauft. Die Nachfrage ist bereits groß. Etwaige Erlöse werden an die „Arsch huh“-Obdachlosen-Initiative in Köln-Mühlheim gespendet.

Jubiläums-Album zu 30 Jahre „Arsch huh“ mit 30 Songs kommt auf Markt

Arsch huh bietet am 10. November Platz für bis zu 17.000 Menschen in der Arena, da das Programm auf einer Mittelbühne präsentiert wird. Der WDR überträgt den Abend ab 20.15 Uhr in Auszügen und am 12. November ab 23.15 Uhr in voller Länge.

Zum 30. Jahrestag erscheint zudem am 4. November ein Tonträger mit 30 Titeln. Auf der Doppel-CD beziehungsweise dem Dreifach-Vinyl sind Künstler wie BAP, Bläck Fööss, Kasalla, Höhner, Brings, Tommy Engel und Cat Ballou vertreten.

Auch jüngere Bands wie Querbeat, AnnenMayKantereit oder OK Kid sind dabei und haben ihre Songs lizenzfrei zur Verfügung gestellt oder neu eingesungen. Walter Pütz hat die Auswahl mit Arno Steffen getroffen, Wolfgang Niedecken hat das Cover gestaltet.

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