Andere Location, erstmals Moderatorin Linus schimpft – Riesenzoff um neue Talentprobe

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Das Publikum der Talentprobe muss zukünftig nach Ehrenfeld.

Köln – Kölle ohne die Talentprobe – das geht nicht! Dachten sich zumindest Stephan Schleiner und Barbara Lamprecht. Er war seit Jahren – auch in den 26 mit Moderator Linus am Tanzbrunnen – der Boss der Talentproben-Band, sie die Casting-Chefin. „Als klar war, dass Linus aufhört, hatte ich drei Tage später Kontakt zu Barbara, der Band und vielen Talenten“, so Schleiner (hier alles zum Ende der Talentprobe nachlesen).

Die Rückmeldung aller: „Es ist doch undenkbar, dass es die Talentprobe nicht mehr gibt.“ Also stand schnell die Entscheidung, weiterzumachen. Allerdings nicht mehr am Tanzbrunnen – und ohne Linus, der die Show über ein viertel Jahrhundert so sehr geprägt hat.

Erstmals moderiert eine Frau die Talentprobe

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Für Linus, der im letzten Herbst nach 26 Jahren endgültig Schluss machte, übernimmt nun mit Nathalie Bergdoll erstmals (nach Udo Werner, Herbert Zimmermann und Linus) eine Frau die Moderation. Schleiner: „Natürlich habe ich auch mit ihm gesprochen und wir hätten ihn gerne als Aushängeschild behalten.“

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Band-Chef Stephan Schleiner und Moderatorin Nathalie Bergdoll lassen die Talentprobe neu aufleben.

Nun soll Bergdoll das „härteste Publikum der Welt“ durch die Abende führen. „Ich war selbst mit elf Jahren das erste Mal bei der Talentprobe und sofort begeistert. Danach war ich dann regelmäßig im Publikum.“

Auch sie verbinde die Talentprobe „sehr mit dem Tanzbrunnen“, die neu aufgelegte Show steigt nun allerdings in Ehrenfeld, in der Live Music Hall. Und auch sonst will Bergdoll ihren eigenen Stil reinbringen.

So werden die „Mitsingmedleys“ mit dem Publikum nun mehr Schlagerhits statt kölscher Musik enthalten. „Das Publikum und ich müssen uns ja erstmal kennenlernen“, sagt sie. Das kann sie ab dem 9. März, dann feiert die „neue“ Talentprobe Premiere und findet anschließend einmal im Monat (jeweils am zweiten Freitag) statt.

Das Grundgerüst der Show bleibt bestehen: Mehrere Talente stellen sich dem Publikum, das den Tagessieger bestimmt. In der letzten Show des Jahres treten die Sieger dann erneut an.

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Im September verabschiedete sich Linus von der Talentproben-Bühne.

Also Ende gut, alles gut?

„Mitnichten“, schimpft Linus auf EXPRESS-Nachfrage. „Denn ich bin damit überhaupt nicht einverstanden.“ Der kultige Entertainer erklärt: „Es ist schön, wenn ich vorher gefragt wurde. Aber ich habe von Anfang an gesagt, dass ich das nicht möchte –  zumindest nicht unter dem Namen. Ich habe seinerzeit selbst gekündigt und möchte das auch beibehalten. Deshalb stehe ich nicht zur Verfügung.“

Denn für Linus ist unumstößlich: „Die Talentprobe ist gewachsene Tradition, die die Leute seit 46 Jahren mit dem Tanzbrunnen verbinden. Das jetzt an jeder beliebigen Ecke zu machen, ist wirklich nicht schön.“

Und weiter: „Wenn Leute etwas in die Hand nehmen und eine Casting-Show machen wollen, finde ich das grundsätzlich gut. Aber nicht unter den Voraussetzungen.“ Fernab vom Zoff wünscht er den Machern „viel Glück. Niemand hat es verdient, mit einer Sache baden zu gehen.“

(exfo)

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