Ein Lebenstraum geht in Erfüllung! Die Kölner Rock-Ikone kommt zum legendären Festival.
Nach Höhnern und BAPKölsche Legende spielt bei Wacken – „Wurde auch Zeit!“

Copyright: Axel Heimken/dpa
Das Wacken Open Air gilt als größtes Heavy-Metal-Festival der Welt – 2026 spielt dort eine Kölsche Legende.
Aktualisiert
Ein langgehegter Wunsch wird für Jürgen Zeltinger endlich Wirklichkeit. Die kölsche Rock-Ikone wird am 1. August 2026 gemeinsam mit seiner Gruppe beim berühmten Heavy-Metal-Festival in Wacken auftreten. Er spielt damit bei der 35. Auflage des Events an der Seite von Hardrock-Giganten wie Judas Priest sowie Sepultura vor einem Publikum mit bis zu 85.000 Zuschauern.
„Wir freuen uns gigantisch darauf“, erklärt Zeltinger und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Ehrlich gesagt: Es wurde auch Zeit.“ Die Offenheit der Festivalbesucher fasziniere ihn schon lange. Zu den Fans, die im Matsch Party machen, meint er: „Das ist eine Szene, wo kölscher Asi-Rock einfach hingehört.“
Ein Comeback, das unter die Haut geht
Es grenzt an ein Wunder, dass der selbsternannte „Asi mit Niwoh“ mit seinen dann 77 Jahren noch einmal auf einer derart gewaltigen Bühne stehen wird. Aufgrund seiner Diabetes-Erkrankung kam es nach einem schiefgelaufenen Eingriff zu schweren Komplikationen: Er überwand Nierenversagen, musste sich mehreren Zehenamputationen unterziehen und verlor 40 Kilo an Gewicht. Auch ein im Jahr 2024 operierter, bösartiger Tumor konnte den Musiker nur vorübergehend ausbremsen. Seine Devise zu dieser Zeit war: „Ohne Musik macht mein Leben keinen Sinn. Ich komme wieder, versprochen!“
Dass der Gig in Wacken zustande kam, ist einer glücklichen Fügung zu verdanken. Der in der Szene gut vernetzte Kölner Musikmanager Manfred Rolef erzählte dem Festival-Gründer Holger „Holgi“ Hübner von Zeltingers großem Traum. Rolef zeigte sich selbst erstaunt: „Ich war selbst überrascht, aber der Holgi ist ein absoluter Zeltinger-Fan und kannte ihn noch aus alten Zeiten.“
Gemeint sind damit hauptsächlich die frühen 80er-Jahre, nachdem Zeltinger mit seinem Hit „Müngersdorfer Stadion“ Ende der 70er den großen Erfolg feierte. Damals war er unter anderem mit den Boomtown Rats auf Tour und avancierte zu einer Symbolfigur der queeren Community, weil er seine Homosexualität offen auslebte und in seinen Liedern verarbeitete. Der Kölner Musiker findet es nur schade, dass er in Wacken nicht mehr Lemmy Kilmister von Motörhead begegnen wird: „Mit ihm hatte ich stets guten Kontakt.“
Die Zeltinger-Band ist nach den Höhnern (2022) und BAP (2025) die dritte Band aus Köln, die in Wacken auftritt. Aber während die Höhner mit Heavy Metal musikalisch wenig gemeinsam haben und BAP eher rockige Klänge präsentierten, bringt Zeltinger jetzt die „volle kölsche Dröhnung“ in den Norden Deutschlands. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

