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Kölner Tierretterin„Als ich den Karton öffnete, bekam ich den Schock meines Lebens“

Eine Taube liegt zugedeckt in einem Kissen.

Desdemona Lange (36) von der Porzer Tierrettung tat alles, um die verbrannte Taube zu retten. In einem ausgepolsterten Wäschekorb verbrachte das Tier die Nacht bei ihr zu Hause.

Der Fund einer halbverbrannten Taube macht fassungslos. Jetzt ermittelt die Polizei. Eine Kölner Tierretterin war dem armen Tier in seinen letzten Stunden nicht von der Seite gewichen. 

Wer tut so etwas? Nachdem am Poller Fischerhaus eine halbverbrannte Taube gefunden wurde, die offenbar von Unbekannten angezündet worden war, fragen sich das viele fassungslos...

Die Porzer Tierrettungen, deren Mitarbeiterin Desdemona Lange (36) das Tier noch bis zu seinem Tod pflegte und päppelte, hat jetzt Anzeige bei der Polizei erstattet. 

Kölner Tierretterin geschockt: „Sie war so verschmort...“

Polizeisprecher Benno Groß bestätigt am Montag (26. Januar) auf EXPRESS.de-Nachfrage, dass am Sonntag eine entsprechende Online-Anzeige eingegangen sei. „Wir haben die Ermittlungen aufgenommen“, so Groß. Die Tierrechtsorganisation Peta hat zudem 1000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. 

„Wer auch immer die Taube mutmaßlich angezündet hat, muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen zu Schaden kommen“, sagt Lisa Redegeld, Fachreferentin für Whistleblower-Fälle bei Peta. „Es ist erschreckend, wie häufig derartige Übergriffe auf Tauben verübt werden. Fast täglich verzeichnen wir Fälle, bei denen die Vögel mit Luftdruckwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden.“

Desdemona Lange von der Porzer Tierrettung hatte noch alles drangesetzt, die verbrannte Taube zu retten. Das arme Tier wurde ihr am Dienstag (13. Januar) spätabends gebracht.

„Mir wurde eine zerrupfte Taube angekündigt. Doch als ich den Karton öffnete, bekam ich den Schock meines Lebens. Sie war so verschmort... mehr tot als lebendig“, erzählte sie gegenüber EXPRESS.de.

Die Federn einer Taube, die auf einer Decke liegt, sind verbrannt.

Die Taube mit verbrannten Federn wurde am Dienstag (13. Januar 2026) am Poller Fischerhaus gefunden. Die Finderin alarmierte die Tierrettung Köln-Porz.

Die Taube habe vermutlich auch eine starke Rauchvergiftung erlitten und unter Schock gestanden. Neben der Gabe von Elektrolyten lagerte Desdemona Lange das Köpfchen der Taube hoch. „Damit die Lunge entlastet wird“, erklärte die Tierretterin. Als die Taube wenig später Wasser in die Lunge bekam, lagerte sie deren Kopf nach unten. „So haben wir die Nacht verbracht.“

Die Taube habe tatsächlich die Nacht überlebt, dann aber immer langsamer geatmet und sei am Vormittag endgültig eingeschlafen.„Wenigstens hatte sie es warm und kuschelig“, so Desdemona Lange. Sie hatte für die Taube einen kleinen Wäschekorb ausgepolstert und diesen neben sich ins Bett gestellt, damit sie jede Regung des Tieres mitbekommt.

„Hätte sie den Schock und die Rauchvergiftung überwunden, hätte sie gute Chancen gehabt“, sagte die Tierretterin wehmütig. Sie hat längst wieder weitere Patienten, um die sie sich kümmert. „Ich nehme eigentlich maximal neun Tauben auf, aktuell sind es 15...“, erzählte sie. „Wir kriegen gerade überwiegend schwer verletzte Tauben rein. Bissverletzungen ohne Ende.“

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