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„Ich wäre bereit“Kölner Unternehmer träumt von dauerhafter Open-Air-Location in der Stadt

Die Band System of a Down beim Auftritt in Düsseldorf.

Copyright: Clemente Ruiz

Die kalifornische Metal-Band System of a Down lockte in diesem Sommer 80.000 Fans zum neuen Open-Air-Park an der Düsseldorfer Messe.

Der Unternehmer Anton Mertens, der mit seiner Firma Osmab die Kölner Lichter finanziert, träumt vom Bau einer Open-Air-Location im Kölner Norden, um dort Konzerte von Mega-Stars möglich zu machen.

Durch sein finanzielles Engagement erlebten die Kölner Lichter im Vorjahr ihr Comeback. Anton Mertens ist mit seiner Osmab Holding in diesem Jahr erneut der Präsentator des Mega-Events. Zudem übernimmt der Vorstandsvorsitzende die Schirmherrschaft.

Das mittelständische Immobilienunternehmen aus Rösrath hat zudem für den Besucherrekord durch die Ausstellung von Yayoi Kusama im Kölner Museum Ludwig gesorgt. Als Zukunftspartner unterstützt Mertens das Museum in den kommenden zehn Jahren.

Anton Mertens finanziert Kölner Lichter und Kusama-Ausstellung

„Wir geben in Köln so viel Geld für Schwachsinn aus“, sagt der 64-Jährige im EXPRESS.de-Gespräch. „Köln ist prädestiniert für Großereignisse. Viele Menschen fliegen um den halben Globus, um tolle Erlebnisse zu haben und Stars zu sehen. Das Motto ‚Brot und Spiele‘ wird die Zukunft bestimmen. 50 Millionen Menschen können problemlos unsere Stadt mit der Eisenbahn erreichen. Für die fehlt nur das hochklassige Angebot.“

Deshalb trägt der Unternehmer schon seit geraumer Zeit einen Gedanken in sich. „Dass München für zehn Adele-Konzerte 2024 ein Pop-up-Stadion aufgebaut hat, hat mir sehr imponiert. Dadurch konnten über 700.000 Menschen die Konzerte erleben. Die Wertschöpfung für die Stadt ist enorm. Düsseldorf hat in diesem Jahr den Open-Air-Park für 80.000 Leute aus dem Boden gestampft. Der hat Schwächen, aber immerhin gibt es ihn nun. So etwas muss in Köln auch möglich sein.“

Im aktuellen Podcast „Wirtschaft Köln Unplugged“ des Rotonda Business Clubs spricht Mertens mit Moderator Björn Lindert auch über diese Thematik. „Wenn man eine Aufgabe hat, dann löst man die. Wenn man sich die Aufgabe nicht stellt, bleibt man im Wohnzimmer. Ohne bekloppte Ideen entsteht nichts. Unsere Denkweise muss sich ändern und wir müssen mehr ins Machen kommen“, sagt er da.

Der Immobilien-Riese hat seine Pläne auch schon Verantwortlichen von Politik und Verwaltung vorgestellt. Seine Idee: „Rund um den Fühlinger See ist viel Platz. Die Ford-Werke werden mittelfristig Flächen in Merkenich an die Stadt zurückgeben. Dort herrscht eine perfekte Verkehrserschließung, zudem gelten in einem Industriegebiet andere Regeln, was Schallschutz angeht.“

Anton Mertens im Büro der Osmab Holding.

Copyright: Marcel Schwamborn

Anton Mertens ist Vorstandsvorsitzender der Osmab Holding. Die finanziert auch in diesem Jahr einen Großteil der Kölner Lichter.

Während in Düsseldorf die Konzert-Location in diesem Sommer für drei Shows auf- und anschließend wieder abgebaut wurde, könnte im Kölner Norden etwas Dauerhaftes entstehen. „Solch eine Location für eine permanente Nutzung zu bauen, ist nicht so aufwendig. Mit modernem Schallschutz und einer Dachlösung ließe sich das realisieren. Ich kann das auch finanzieren und wäre bereit, in Vorleistung zu treten.“

Auch im Hinblick auf mögliche Olympische Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 im Rheinland sei eine solche Arena eine sinnvolle Ergänzung. Von möglichen Fußballspielen im größeren Rahmen mal ganz zu schweigen.

Allerdings hat Mertens in seinen ersten Gesprächen schon reichlich Widerstand gespürt. „Mir wurde ein Grundstück in Wesseling in Aussicht gestellt, aber da fehlt es an der Verkehrsinfrastruktur. Ich bleibe dabei, dass Köln eine große Sommer-Location benötigt, wo auch nach 22 Uhr noch Veranstaltungen laufen können. Ich bin mir sicher, dass wir viele Menschen damit bewegen würden und Köln mal wieder für positivere Schlagzeilen sorgen könnte, indem ein anderes Licht auf die Stadt fällt.“

Gäste sitzen in einem Biergarten am Brüsseler Platz.
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