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Glatzeninvasion in DüsseldorfWilde Party mit US-Star endet ziemlich abrupt

Der Musiker Pitbull steht im Open-Air-Park in Düsseldorf auf der Bühne.

Copyright: Henning Kaiser/dpa

So gefällt sich US-Rapper Pitbull. Im Anzug, mit Pilotenbrille und von Tänzerinnen umgeben, präsentierte er am Sonntagabend (19. Juli 2026) in Düsseldorf seine Hits.

Der Rapper Pitbull hat mit seinem Konzert die Auftaktsaison im neuen Open-Air-Park in Düsseldorf beendet. Die Organisation klappte erneut, die Stimmung war frenetisch. Der Auftritt fiel nur etwas kurz aus.

Es war ein beeindruckendes Bild, das sich am Sonntagabend (19. Juli 2026) in Düsseldorfs Norden bot. Tausende pilgerten im Einheitslook Richtung Messeparkplatz P1. Pitbull, der Rapper aus Miami, wird immer mehr zum Phänomen.

Im neuen Open-Air-Park stand das dritte und letzte Konzert des Sommers an und dafür war eine besondere Vorbereitung erforderlich. Weißes Hemd, Sonnenbrille, schwarze Krawatte, aufgesetzte Plastikglatze und aufgemaltes Ziegenbärtchen sind bei den Auftritten des 45-Jährigen ein Muss.

Drittes Konzert im Open-Air-Park: kein Handynetz, aber beste Laune

In London wurde jüngst ein offizieller Weltrekord bescheinigt, als 22.141 Menschen eine Glatzenperücke trugen. In Düsseldorf hätte dieser Rekord möglicherweise getoppt werden können, wenn Offizielle vor Ort gewesen wären.

Die rund 40.000 Fans, die zum einzigen Deutschland-Konzert im Rahmen der „I’m Back“-Tour gekommen waren, hatten sich überwiegend wie der Star aus Miami präpariert.

Die wichtigste Erkenntnis: Wie schon am Abend zuvor bei OneRepublic lief es auf dem viel diskutierten Konzertgelände weitestgehend reibungslos. Am Eingang gab es kurzzeitig längere Wartezeiten und Staus, zudem versagte das Mobilfunknetz wieder. Aber die Atmosphäre im Open-Air-Park war wunderbar positiv und ausgelassen.

Pitbull schien es eilig gehabt zu haben. Bereits 20 Minuten vor der angekündigten Uhrzeit kam „Mr. Worldwide“ zu „Don’t Stop the Party“ im schwarzen Anzug und mit typischer Pilotenbrille auf die Bühne. Der berühmte Walk-On-Song des schottischen Darts-Stars Peter „Snakebite“ Wright gab das Signal: Ab jetzt war wirklich Party pur angesagt.

Fans tragen bei einem Konzert des Musikers Pitbull in Düsseldorf Glatzenkappen.

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Dieser Look war ein Muss. Die Fans kamen mit Glatzenkappen zum Konzert ihres Lieblings.

Armando Christian Pérez, wie der US-Rapper kubanischer Abstammung mit bürgerlichem Namen heißt, genoss die Begeisterung, die seine schon in die Jahre gekommenen Songs inzwischen auslösen. Zahlreiche Pitbull-Memes im Internet haben dazu geführt, dass die Lieder beliebter denn je sind.

Nach „International Love“ war der Star plötzlich verschwunden, ein DJ heizte mit etlichen Hits aus Clubnächten der vergangenen 20 Jahre ein, ehe der Hauptdarsteller im weißen Jackett zurückkehrte. Später tauschte er es gegen ein rotes Sakko, ehe es mit Cowboyhut ins Finale ging.

Dieser Abend brauchte keine großen Worte, es ging nur um hemmungsloses Feiern, Springen und Tanzen. „Musik verbindet und bringt uns alle zusammen. Sie interessiert sich nicht für Hautfarbe, nicht für Religion. Wir atmen alle die gleiche Luft, wir sind eins“, leitete er „We Are One“, den WM-Song von 2014, ein.

Der Musiker Pitbull steht im Open-Air-Park in Düsseldorf auf der Bühne.

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Pitbull nennt sich „Mr. Worldwide“. Begleitet wurde er bei seinem Auftritt von einer Band, einem DJ und zahlreichen Tänzerinnen.

Während sich zeitgleich Spanien und Argentinien durch ein träges Finale schleppten, wurden so noch mal Erinnerungen an Deutschlands letzte WM-Sternstunde wach. Vor lauter Begeisterung sang Pitbull den Titel gleich zweimal. Auch hatte er etwas Kulturgut aufgeschnappt. „Düsseldorf helau“, rief er zwischendurch in die Menge. Er weiß, wie man die brodelnde Masse noch verrückter macht.

Keiner der beliebten Songs fehlte im Programm. „Hotel Room Service“, „I Know You Want Me“, „Timber“, „Fireball“ und „Give Me Everything“ wurden ebenso gespielt wie viele Clubklassiker wie „On the Floor“ (Jennifer Lopez) oder „Gasolina“ (Daddy Yankee).

Nur das Ende fühlte sich unrund und abrupt an. „Wir haben noch fünf Minuten“, rief Pitbull und sang noch schnell „Time Of Our Lives“. Dann der erneute Blick zur Uhr. „Noch zwei Minuten“ und ein Schnipsel „Seven Nation Army“. Dann war tatsächlich nach nur 80 Minuten um Punkt 22 Uhr die Show beendet. Für stolze Eintrittspreise von weit über 100 Euro ein wildes, aber auch kurzes Vergnügen.

Der Sänger Ryan Tedder von der Band OneRepublic steht in Düsseldorf auf der Bühne.
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