Kölner Polizist Nach erfolgreicher Krebs-Therapie macht „Don“ kranken Menschen Mut

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Ein Polizei-Teddy für Jana. Die Zwölfjährige hat Leukämie und freute sich über den Besuch von „Don“ in der  Kinderonkologie der Uniklinik. 

Köln – Im Mai 2015 veränderte sich sein Leben schlagartig. „Mundbodenkarzinom“ lautete die bittere Diagnose für den  Polizisten. Nichts war mehr so, wie es war. Es folgten mehrere Operationen und eine harte Radio-Chemotherapie.

Der gute Engel der Krebspatienten

Doch „Don“, so sein Spitzname, gab sich nicht auf. Er kämpfte, überwand den Krebs – und ist jetzt als guter Engel für andere schwer kranke Menschen da.

In seinem Facebook-Blog „Schockdiagnose Krebs. Und plötzlich ist alles anders“ berichtet er fast täglich mit viel Humor über seine Erfahrungen, Sorgen oder Ängste in seinem Leben. Er stellt andere Krebs-Patienten vor, die er besucht, denen er Mut machen möchte.

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Er ist einfach da – auch für seine Kollegin  Alex Weck.

„Was ich geschafft habe, können andere auch schaffen“, sagt er voller Hoffnung. „Denn wer die Diagnose Krebs erhält, fällt erst einmal in ein tiefes Loch und fühlt sich dem Tod näher als dem Leben.“

In dem Netzwerk „Kopf- Hals-Mund-Krebs e.V.“ ist Rohde als Ansprechpartner aktiv und besucht auch Menschen, die kaum noch Hoffnung haben.

Wie Dieter Abel (62) aus Kall. Auch er bekam die Diagnose Mundbodenkarzinom und wollte nicht mehr, hatte sich aufgegeben. 

Ärztin bat Don um Hilfe

Eine Radio-Chemotherapie lehnte er kategorisch ab, nachdem ein befallener Lymphknoten festgestellt wurde.  Die leitende Psycho-Onkologin des Elisabethkrankenhauses, Professorin Birgit Kemp, bat daher Dirk Rohde um Hilfe.

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Dirk Rohde hat sich zurück gekämpft – und fährt wieder Streife in der City.

„Dieter und ich haben lange miteinander gesprochen. Ich sagte, dass ich seine Angst kenne, dass ich in der gleichen Situation war. Aber nun wieder mitten im Leben bin, sogar wieder als Polizist mit dem Motorrad im Einsatz bin. Mit jemand zu sprechen, der es geschafft hat, gab ihm viel neue Lebenskraft.“

Dieters Ehefrau ist erleichtert

Vor allem die Ehefrau von Dieter Abel ist glücklich, dass der Kölner Polizist seinen Leidensgenossen umstimmen konnte. „Sie war verzweifelt, weil er praktisch mit seinem Leben abgeschlossen hatte. Das hat sich nun völlig geändert.

Beide haben nun wieder große Hoffnung und er ist voll motiviert, hat den Kampf angenommen. Und er hat gute Chancen, den Kampf gegen den Krebs zu gewinnen.“

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Jetzt kämpft er: Dieter Abel (l.) aus Kall mit Polizist „Don“.

Aber es gibt auch Fälle, wo „Don“ einfach nur als Gesprächspartner da sein kann. Als Trostpflaster. Für Jana (12) aus Leverkusen hatte er einen Polizei-Teddy dabei, als er sie in der Kinderonkologie der Uniklinik besuchte. Besuche, die auch „Don“ sehr nahe gehen.

Seine Kollegin Alex Weck von der Polizei Düren zum Beispiel. Diagnose: Leiomyosarkom – ein Weichteilkrebs. Bei ihr saß der Tumor im Oberschenkel. Der Krebs hat in beide Lungenflügel gestreut. Es gibt keine Hoffnung auf eine Heilung. Alex wird Palliativ behandelt.

Er will einfach nur leben

„Der Tod begegnet uns immer wieder. Bis wir ihn als gegeben hinnehmen, sollten wir kämpfen für das Leben“, sagt „Don“. Seit seiner Operation im Mund hat er fast keinen Geschmacksinn mehr, kann kaum schlucken und nur weiche Nahrung zu sich nehmen. Er hat nur noch eine halbe Zunge und kaum noch Speichel. Aber – er nimmt es hin. Er will eben einfach nur weiter leben.

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