Nach sechs Jahren wurde es wieder hell am Kölner Nachthimmel! Die Kölner Lichter sind zurück und sorgten zum 20. Mal für Großandrang. Hier alle Infos zur aktuellen Lage am Rhein und in der Stadt.
Kölner Lichter: So lief der AbendFeuerwerk verspätet – Problemchen bei WDR

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Feuerschiff „Doris“ sorgt kurz vor dem Start der Kölner Lichter schon mal für Stimmung.
Aktualisiert30.08.2025, 22:53
Erstmals seit sechs Jahren fanden am Samstagabend (22.30 Uhr) wieder die Kölner Lichter statt, eines der größten Feuerwerke in Deutschland!
Zufahrtsperren, Zäune, Gitter, Glasflaschenverbot, Einbahnstraßenführung – schon am Deutzer Bahnhof wurde schon am Nachmittag deutlich, wie groß die Anforderungen bei einer Großveranstaltung inzwischen sind.
Mit dem Auto ist der Bahnhof nicht mehr zu erreichen.
Dafür entwickelte sich am Rheinufer bereits ein wunderbares Festival-Feeling. Die Menschen hatten es sich auf Campingstühlen oder Decken gemütlich gemacht. Die Fotofans hatten ihre Stative aufgebaut, um möglichst spektakuläre Bilder zu schießen. Kölsch (4 Euro für 0,3 Liter) floss aus dem Plastikbecher!
Ex-Höhner-Sänger Henning Krautmacher führt das Publikum als Moderator durch den Abend. Veranstalter Werner Nolden ist zuversichtlich, dass das Konzept aufgeht.

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Henning Krautmacher (l.) führt als Moderator durch den Abend bei den Kölner Lichtern. Werner Nolden veranstaltet das Großereignis.
Feuerschiff „Doris“ fuhr kurz vor dem Start des eigentlichen Feuerwerks inmitten des Schiffkonvois über den Rhein.
„Doris“, eigentlich ein großes Schiff, sorgte mit etwas Abstand zu den anderen Schiffen für Feuerwerk auf der gesamten Strecke. So war für Stimmung rechts und links des Rheins gesorgt. Über 18 Kilometer feuerte „Doris“ Feuerwerk ab – von Porz bis zur Zoobrücke. Einzelne kleinere Feuerwerke am Ufer gab es in diesem Jahr nicht.

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Schon vor dem Start der Kölner Lichter funkelt die Stadt.
Als der Schiffskonvoi an der Zoobrücke angekommen war, konzentrierte sich alles auf das Hauptfeuerwerk, das wieder in der Mitte des Rheins zwischen Jugendpark und Bastei abgefeuert wurde.
In diesem Jahr geschah das alles mit ein paar Minuten Verzögerung – die Schiffe hatten getrödelt.
Kleinere Übertragungsprobleme beim WDR
Der Andrang in Köln war gewaltig, unglaublich viele Menschen wollten das Feuerwerk sehen.
Deshalb hatte auch der WDR kurzzeitig kämpfen: Weil das Handynetz scheinbar überlastet war, klappte eine Übertragung zwischen Moderatorin Anne Willmes und Gudrun Engels, die neben ihr stand, nicht so recht. Das Bild flackerte erst, brach dann ganz ab. Beide wollten eigentlich mit einem Kollegen auf der MS Ruhr sprechen.
Sperrungen und viel Verkehr in der City vor den Kölner Lichtern
In der City gab es bereits seit dem Nachmittag zahlreiche Sperrungen und ein hohes Verkehrsaufkommen, wie die Stadt mitteilt.
- Die Rheinuferstraße ist komplett dicht – aus dem Kölner Süden kommend sollen Autofahrerinnen und Autofahrer die Innenstadt über die A555/A4 und Rodenkirchener Brücke Richtung rechtsrheinisch und dann Richtung Köln-Zentrum über die Zoobrücke anfahren. Noch besser: Auto stehen lassen (Park & Ride nutzen) und KVB fahren.
- Die Opladener Straße ist ab Deutz-Mülheimer Straße (Höhe Stadthaus/KVB-Haltestelle „Bahnhof Deutz Lanxess Arena“) in Richtung Deuzer Brücke nicht mehr befahrbar. Der Verkehr aus Kalk und vom Östlichen Zubringer kommend wird nach rechts auf die Deutz-Mülheimer Straße Richtung Mülheim abgeleitet.
- Wer in die Innenstadt will, sollte vom Östlichen Zubringer in Fahrtrichtung Deutz auf die Severinsbrücke ausweichen.
- Auch der Auenweg (zwischen Deutz-Mülheimer Straße und Ottoplatz) ist gesperrt.
- Auf den Ringen in der Südstadt herrscht ebenfalls ein hohes Verkehrsaufkommen, der Ubierring sollte daher als Ausweichroute gemieden werden.
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Erwartet wurden mehrere hunderttausend Besucher. Um 19 Uhr legten die Schiffe in der Innenstadt in Richtung Porz ab, wo sie gegen 21 Uhr wieder ins Zentrum zurückfuhren. Um 22.30 Uhr startete dort das Feuerwerk.
Bis zu 1600 Polizistinnen und Polizisten waren in Köln am Samstagabend im Einsatz. Mehr als an Weiberfastnacht! Sie sicherten auch zwei Demonstrationszüge am Nachmittag ab. Statt der ehemals 54 Passagierschiffe mit insgesamt 20.000 Gästen an Bord gab es in diesem Jahr nur noch 24 Schiffe auf dem Rhein. (mg/msw)