Vom Arbeitsgerät zum WahrzeichenHölzerner Baukran am Kölner Dom – das steckt dahinter

Auf dem Roncalliplatz wird ein hölzerner Kran aufgebaut, wie er zum Bau des Doms benutzt wurde.

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Auf dem Roncalliplatz wird ein hölzerner Kran aufgebaut, wie er zum Bau des Doms benutzt wurde.

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Über 500 Jahre ragte auf dem Südturm des Kölner Doms der mittelalterliche Baukran über die Stadt. Nun kehrt das einstige Symbol des unvollendeten Doms auf den Roncalliplatz zurück.

Er ist das Symbol des unvollendeten Kölner Doms – der Domkran. Über Jahrhunderte prägte er das Stadtbild. Nun kehrt der Kran zurück!

Auf dem Roncalliplatz an der Kathedrale entsteht zurzeit eine halb so große Nachbildung des mittelalterlichen Originals. Anlass für die Rückkehr des historischen Wahrzeichens ist die am Mittwoch (23. September) beginnende Dreikönigswallfahrt.

Hölzerner Baukran: Vom Arbeitsgerät zum Wahrzeichen

Am Mittwochvormittag wollen die Zimmerleute das Richtfest für den 15 Meter hohen Kran feiern, wie das Portal domradio.de berichtet.

Seit dem Spätmittelalter stand der gewaltige hölzerne Baukran auf dem unvollendeten Südturm des Domes. Bis zum Weiterbau zur Mitte des 19. Jahrhunderts prägte er die Stadtsilhouette und war ein Wahrzeichen Kölns. Entstanden ist der Kran nach Einschätzung von Matthias Deml von der Kölner Dombauhütte wohl bald nach 1360. Damals sei er „eine der größten, wenn nicht sogar die größte Baumaschine Europas“ gewesen, sagte Deml.

Mit dem Kran konnten schwere Werkstücke auf den weiter wachsenden Turm gebracht werden. Als die Arbeiten um 1410 eingestellt wurden, hatte der Südturm 56 bis 58 Meter erreicht, knapp ein Drittel der heutigen Höhe von 157 Metern.

Als im September 1842 Preußens König Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein für die Vollendung des Domes legte, wurde der alte Baukran dafür noch einmal symbolisch genutzt. Doch neue technische Möglichkeiten ermöglichten inzwischen einen deutlich schnelleren Baufortschritt. Bei der Vollendung der Türme war der alte Kran im Weg; 1868 wurde er abgerissen.

Teile des Kranholzes wurden jedoch laut dem Bericht weiterverarbeitet; es entstanden etwa Möbelstücke, Kreuze, Kranmodelle und andere Erinnerungsstücke an das frühere Kölner Wahrzeichen. Einige Objekte seien bis heute erhalten. (KNA)