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Vandalismus?Kölner Bahnverkehr eingeschränkt – Staatsschutz ermittelt

Ein Stellwerkschaden in Köln-Kalk sorgt für Einschränkungen im Bahnverkehr.

Copyright: Oliver Berg/dpa

Ein Stellwerkschaden in Köln-Kalk sorgt für Einschränkungen im Bahnverkehr. (Symbolbild)

Aktualisiert:

Mehrere Stellwerkschäden sorgen für Einschränkungen im Kölner Bahnverkehr. Laut WDR könnte auch Vandalismus die Ursache sein.

Da ist Geduld gefragt: Bereits seit Samstagmorgen hakt es im Schienennetz. Auslöser für das Durcheinander ist ein technischer Defekt, der ein Kalker Stellwerk lahmlegt. In einem anderen Fall hängt die Störung jedoch einem Bericht zufolge mit Vandalismus zusammen.

Unbekannte haben laut Bundespolizei am Samstagmorgen Signalkabel im Bereich des Bahnhofs Köln Messe/Deutz durchtrennt. Laut WDR ist deshalb die Strecke zwischen Köln Messe/Deutz, Troisdorf und Siegburg/Bonn beeinträchtigt. Die Schnellfahrstrecke über Siegburg/Bonn ist inzwischen wieder freigegeben. Die Bahn spricht von Vandalismusschäden. Der Staatsschutz ermittelt. In der Nacht zu Sonntag kam ein weiterer Kabelschaden hinzu, der ebenfalls ein Stellwerk lahmlegte.

Umleitungen, Verspätungen, Teilausfälle sind die Folge

Ob auch dieser Schaden auf Vandalismus zurückzuführen ist, ist noch unklar. Die Bahn erklärte, mit Hochdruck daran zu arbeiten, die Schäden zu beseitigen. Die Arbeiten seien jedoch zeitintensiv.

Die Folgen der Störungen: Es kommt zu Umleitungen im Fernverkehr, zwischen Köln und Frankfurt. Im Regionalverkehr kommt es zu Verspätungen, Teilausfällen und geänderten Halten. Hier sind unter anderem die Linien RE 6, RE 9, S 12 und S 19 betroffen.

Oberbergische Bahn von Störung betroffen

Betroffen ist auch die RB 25. Regulär fährt diese sogenannte Oberbergische Bahn von der Rheinmetropole nach Lüdenscheid und passiert auf ihrem Weg die Stationen Overath, Engelskirchen, Marienheide sowie Meinerzhagen.

Der Betrieb läuft jedoch nur mit angezogener Handbremse, weil diverse Verbindungen schlichtweg gestrichen sind. Pendler auf dem Abschnitt vom Kölner Hauptbahnhof bis nach Engelskirchen müssen daher auf bereitgestellte Busse ausweichen.

Das ist allerdings noch nicht alles: Auch auf den Streckenabschnitten von der Trimbornstraße zum Flughafen Köln/Bonn sowie ab der Gummersbacher Straße bis zum Airport sind ergänzende Busse unterwegs. Diese verkehren dort jeweils hin und zurück.

Längere Fahrzeiten auch für ICE-Passagiere

Eine geänderte Streckenführung gilt aktuell für die ICE-Verbindungen 41, 43, 78 sowie 79. Das sorgt für einen Zeitverlust von maximal einer Viertelstunde.

Laut „Zuginfo.NRW“ zieht sich das Problem voraussichtlich noch bis Sonntagabend hin. Allen Fahrgästen wird daher dringend geraten, ihre geplante Route rechtzeitig vor dem Start genau zu prüfen. (red)