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Vernichtendes UrteilUntersuchung zeigt: Einige Kölner Bahnhöfe in katastrophalem Zustand

Der Bahnhof Ehrenfeld der Deutschen Bahn ist vollgeschmiert mit wilden Graffitis.

Schön ist anders: Der Bahnhof in Köln-Ehrenfeld, hier ein Foto vom 18. März 2024, ist Schlusslicht in einem Qulitätsranking des Zweckverbands „go.Rheinland“. Bemängelt wurden hier vor allem der Vandalismus und wilde Graffitis.

Bei einem Test von Bahnhöfen im Rheinland bekamen mehrere Stationen in Köln ein vernichtendes Urteil.

von Niklas Brühl (nb)

Tausende Pendlerinnen und Pendler in Köln und Umgebung sind tagtäglich auf die Deutsche Bahn angewiesen, nutzen die zahlreichen Linien beispielsweise für die Fahrt zur Arbeit. Dabei verbringen sie eine bestimmte Zeitspanne des Tages unausweichlich in den Zügen – oder an den jeweiligen Bahnhöfen.

Dass dieses Warten an den verschiedenen Bahnhöfen jedoch nicht immer unbedingt ein Vergnügen ist – wegen verspäteten Zügen jetzt mal ausgeklammert – zeigt eine Untersuchung von „go.Rheinland“. Dort wurden im Jahr 2023 nämlich 189 Bahnhöfe im Rheinland getestet und der Zustand der jeweiligen Station in verschiedene Kategorien eingeordnet. Vor allem die Bahnhöfe in Köln schneiden dabei in hoher Anzahl ziemlich schlecht ab.

Viele Kölner Bahnhöfe bekommen schlechteste Note

Beim Bahnhofstest des Zweckverbands „go.Rheinland“ wurden die Stationen hinsichtlich verschiedener Kategorien bewertet. Darunter fallen unter anderem die Sauberkeit, die Anzahl der Sitzgelegenheiten oder von Mülleimern oder der Wetterschutz. Negativ in die Bewertung fallen beispielsweise Anzeichen von Vandalismus oder Graffiti-Schmierereien in den bewerteten Bahnhöfen.

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Jede der bewerteten 189 Stationen wurde von „go.Rheinland“ im vergangenen Jahr zweimal besucht und letztendlich in eine von drei Kategorien eingeordnet. Sie lauten: „mindestens akzeptabel“, „noch akzeptabel“ und „nicht akzeptabel“.

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Die gute Nachricht vorweg: 74 Prozent der Bahnhöfe wurden in „mindestens akzeptabel“ und damit in die beste Kategorie eingeordnet, 20 Prozent bekamen die Kennzeichnung „noch akzeptabel“. Sechs Prozent der getesteten Bahnhöfe im Rheinland erhielten die schlechteste Note, in absoluten Zahlen zwölf Stück.

Bitter: Sieben dieser zwölf „nicht akzeptablen“ Bahnhöfe befinden sich im Kölner Stadtgebiet. Der Verband bescheinigte folgenden Kölner Stationen ein vernichtendes Erscheinungsbild:

  • Köln-Ehrenfeld
  • Köln West
  • Köln Hansaring
  • Köln-Lövenich
  • Köln-Müngersdorf/Technologiepark
  • Köln Trimbornstraße
  • Köln Buchforst

Kölner Bahnhöfe schlecht bewertet – „kaum in den Griff zu bekommen“

Mit dem Bahnhof in Ehrenfeld ist sogar eine Kölner Station die zweitschlechteste im gesamten Ranking. Unzählige Schmierereien, Vermüllung und Vandalismus – der Bahnhof ist auf dem besten Weg, sich in einen echten Schandfleck zu entwickeln und zu einem Ort, den man am liebsten meiden würde.

Ein vollgeschmierter Fahrkartenautomat im Bahnhof Köln-Ehrenfeld.

Ein vollgeschmierter Fahrkartenautomat im Bahnhof Köln-Ehrenfeld. Das Umfeld verkommt immer mehr zu einem Schnadfleck.

Das ist bei einem täglichen Pendleraufkommen von rund 12.500 Menschen allerdings nicht so einfach.

„go.Rheinland“-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober sagt zu der durchgeführten Untersuchung: „Unsere Qualitätsprüfungen zeigen, dass die Anzahl der Stationen im akzeptablen Bereich nun dreimal in Folge gesunken ist. Gemeinsam mit den Stationsbetreibern, Städten und Gemeinden werden wir daran arbeiten, diesen Trend zu stoppen. Leider werden immer wieder beschädigte Ausstattungselemente kurz nach der Instandsetzung erneut mutwillig zerstört oder mit Graffiti verschmutzt.“

Der Experte ergänzt: „Dieses gesamtgesellschaftliche Problem ist kaum in den Griff zu bekommen. Trotzdem werden wir gerade an den Stationen mit nicht mehr akzeptablen Mängeln gemeinsam mit den Infrastruktureigentümern die Probleme angehen und ein geeignetes Maßnahmenpaket entwickeln.“ Vor allem im Kölner Stadtgebiet besteht also Handlungsbedarf.