Köln und Pulheim Großrazzia bei Rockern der Hells Angels – eines wurde nicht gefunden

Ein Polizeifahrzeug steht vor einem Mehrfamilienhaus in Köln.

Bei einer Razzia, die am frühen Dienstagmorgen (23. November 2021) angelaufen ist, war die Kölner Polizei auch auf der Subbelrather Straße im Einsatz.

Die Kölner Polizei hat eine groß angelegte Razzia durchgeführt. In Köln und in Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) ist es zu Durchsuchungen bei „Hells Angels“-Mitgliedern gekommen.

Köln. Sie rammten sich durch Türen, rissen Verdächtige aus dem Schlaf: Am frühen Dienstagmorgen (23. November 2021) griffen Einsatzkräfte der Polizei zeitgleich in Köln und Pulheim (Rhein-Erft-Kreis) zu. Razzia gegen Mitglieder der „Hells Angels“!

Hintergrund war ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes nach den Schüssen auf ein ehemaliges „Hells Angels"-Mitglied (31) in der Kölner Altstadt am 23. Oktober 2021. Bei der Razzia mit SEK-Einsatz und Sprengstoffspürhunden wurde gezielt nach der Tatwaffe und weiteren Beweismitteln gesucht. Am Dienstagnachmittag gab die Staatsanwaltschaft bekannt, was tatsächlich gefunden wurde. 

Razzia in Köln und Pulheim: Polizei stellt Waffen und Handys sicher

„Bei den Durchsuchungsaktionen hat die Polizei scharfe Munition, PTB- und Softairwaffen, mehrere Hieb- und Stichwaffen sowie 600 Gramm Cannabis sichergestellt“, so Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage von EXPRESS.de. 

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Darüber hinaus seien verschiedene Kommunikationsmittel, wie Laptops, PCs und Mobiltelefone sichergestellt worden. Insbesondere durch deren Auswertung verspräche man sich weiter Hinweise auf die Tatbegehung, erklärte er. Bremer: „Die Tatwaffe konnte indes nicht aufgefunden werden.“ Durchsucht wurden 14 Objekte in Köln und zwei in Pulheim

Kein Beschuldigter sei dem Haftrichter vorgeführt worden, da hierfür kein erforderlicher dringender Tatverdacht vorgelegen hätte. „Die Ermittlungen dauern aber – auch gegen den mutmaßlichen Schützen – unvermindert an“, sagte der Sprecher. 

Kölner Polizei ermittelt gegen Männer der „Hells Angels MC Honorfield“

Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen 15 Männer im Alter von 23 bis 51 Jahren, die alle Angehörige der Ortsgruppe „Hells Angels MC Honorfield“ sein sollen.

Bei dem Angriff auf den 31-Jährigen im Oktober soll einer der Beschuldigten mindestens drei Schüsse abgegeben. Eines der Geschosse schlug durch die Rollläden in die Wohnung eines Unbeteiligten ein. Es ist dem Zufall zu verdanken, dass niemand verletzt worden ist. (red) 

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