Geheim-Einsatz?Zahlreiche Polizeikräfte sorgen in ruhigem Kölner Veedel für Aufregung

Ein Polizeifahrzeug steht in der Nacht auf einer Straße.

Ein Polizeieinsatz in Köln-Sülz (hier ein undatiertes Symbolfoto) hat Anwohnende rätseln lassen, was passiert sein könnte.

SEK-Einsatz? Mehrere Polizeikräfte haben in Köln-Sülz für Wirbel gesorgt. 

von Iris Klingelhöfer (iri)

Aufregung in Sülz: In dem sonst ruhigen Kölner Stadtteil ist es Freitagnacht (31. Mai 2024) zu einem größeren Einsatz der Polizei gekommen. Anwohnende beobachteten zahlreiche Beamte/Beamtinnen vor der Tür eines Mehrfamilienhauses. 

Auch die folgenden Tage rätselten viele, was da passiert sein könnte. „Gefühlt waren 50 Beamte da. Keiner weiß was...“, hieß es am Montag (3. Juni 2024) in einer Facebookgruppe, in der unter anderem auf einen SEK-Einsatz oder die Steuerfahndung getippt wurde. 

Einsatz in Köln-Sülz nach Raub – Opfer verfolgt Tatverdächtigen

EXPRESS.de fragte bei der Kölner Polizei nach und erfuhr, dass ein Raubdelikt den Einsatz ausgelöst hatte. Wie eine Sprecherin erklärte, soll am Freitag gegen 23 Uhr auf der Luxemburger Straße einem älteren Herrn die Halskette geraubt worden sein.

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Das Opfer alarmierte die Polizei und verfolgte den Täter anschließend zunächst selbst. Demnach soll der mutmaßliche Räuber über die Sülzburgstraße in Richtung Berrenrather Straße geflüchtet und dort schließlich in dem betreffenden Mehrfamilienhaus verschwunden sein.

Kurz darauf stoppten mehrere Streifenwagen vor dem Haus. Die Einsatzkräfte durchsuchten das Gebäude und die umliegenden Bereiche, gingen die Straßen ab. Ein Anwohner schilderte den anderen Mitgliedern der Facebookgruppe, dass vor der Tür die ganze Zeit vier Beamte gestanden hätten und nach einer Stunde weitere aus dem Haus herausgekommen seien.

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„Schon komisch, dass keiner was weiß“, schrieb er. „Bei der hohen Anzahl der Beamten verstehe ich nicht, dass man nirgendwo was findet.“

Kölner Polizei: Suche nach Ketten-Räuber in Sülz erfolglos

Der Einsatz sorgte in dem gepflegten Wohnviertel für Wirbel, für die Kölner Polizei ist er jedoch quasi Routine. In dem Fall veröffentlichte sie auch keine Pressemeldung. Der mutmaßliche Ketten-Räuber sei nicht gefasst worden, erklärte die Polizeisprecherin am Dienstag (4. Juni 2024) gegenüber EXPRESS.de. 

Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort. Insgesamt seien es vier Streifenwagenbesatzungen gewesen, erklärte die Sprecherin. Ein Streifenwagen ist mit zwei bis drei Beamten/Beamtinnen besetzt. Der Einsatz war gegen 0.30 Uhr zu Ende.