Der kriselnde Spezialchemiekonzern Lanxess will 550 weitere Stellen streichen.
Bittere Nachricht für KölnWeltkonzern streicht 550 Stellen – Großteil bei uns

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Der Lanxess Tower ist seit 2013 Firmensitz des Chemiekonzerns.
Bittere Nachricht für das Rheinland: Nach einem Jahresverlust von 577 Millionen Euro verschärft Lanxess den Sparkurs. 550 Stellen fallen weg, ein Großteil davon in Köln und Leverkusen. Auch die übrige Belegschaft ist betroffen.
Rund zwei Drittel dieser Arbeitsplätze würden in Deutschland wegfallen, teilte das Unternehmen mit Sitz in Köln am Donnerstag mit. Betroffen seien vor allem Verwaltungsfunktionen, der Abbau solle „möglichst sozialverträglich über natürliche Fluktuation und demografische Effekte erfolgen“. So will der Konzern bis Ende 2028 zusätzlich zu im vergangenen Jahr verkündeten Sparmaßnahmen rund 100 Millionen Euro jährlich einsparen.
„Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie extrem hart“
Der Konzern verwies auf die Krise in der Branche. „Das Jahr 2025 war für die gesamte Chemieindustrie und auch für Lanxess extrem hart“, erklärte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert. „Für 2026 sehen wir positive Impulse frühestens im zweiten Halbjahr, etwa durch das Infrastrukturpaket der Bundesregierung.“
Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben im Vorjahresvergleich einen Umsatzrückgang um 10,9 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro. Zudem meldete Lanxess einen Nettoverlust von 577 Millionen Euro. „Haupttreiber für die Entwicklung war die anhaltend schwache Nachfrage in fast allen Kundenindustrien verbunden mit entsprechend geringeren Absatzmengen“, erklärte der Konzern. (afp/mg)

