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„20 Jahre immer das Gleiche“Kölner Duo überzeugt Veedel von kreativer Corona-Idee

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Copyright: Madeline Jäger

Die Kölner Julian Waldner (36) und Dustin Liebenow (38) sind zwischen Lockdown und Kurzarbeit kreativ geworden. 

Köln – Die Kölner Dustin Liebenow (38) und Julian Waldner (36) hatten mitten in der Corona-Krise eine prickelnde Idee!

Die beiden trinken gerne Kölsch und dieser Konsum steigerte sich in der Krise – wie bei vielen anderen – noch etwas mehr. Warum also nicht für die Bier-Vielfalt im Veedel noch eine Alternative kreieren?

Köln: Sülz-Liebhaber entwickeln neues Bier fürs Veedel

Die Vollzeit-Berufstätigen machten sich ans Werk und überzeugten ihr geliebtes Veedel Sülz schnell von ihrem neuen Craft-Bier: „Lieber Waldi.“

Dustin Liebenow ist Grafikdesigner und mit 80 Prozent Kurzarbeit hatte er plötzlich mehr Freizeit für seine Bier-Idee.

Kölner verwirklichen Traum vom selbst gebrauten Bier in eigener Küche

Die Pläne verwirklichte er mit seinem langjährigen Freund und „Hyatt“-Küchenchef Julian Waldner, der im Lockdown mehr Zeit für den gemeinsamen Traum vom neuen Veedel-Bier aufbringen konnte.

In der eignen Küche brauten sie die ersten 50 Liter. Mit guten Kontakten konnten sie schnell mehrere Gastronomen in Sülz vom neuen Bier überzeugen.

Köln: „Dackel-Bier“ kommt bei Gastronomen an

Als erstes landete das neue Bier bei: „Bier macht schön.“ Schnell wollte man dort noch mehr vom „Bier mit dem Dackel“ drauf.

„Der Name ‚Lieber Waldi‘ setzt sich aus unseren beiden Nachnamen zusammen und das Dackel-Symbol auf der Flasche zeigt unseren Leihdackel ‚Fredo‘, den wir immer mal wieder von Freunden ausleihen und sehr mögen“, erklärt Liebenow zum Flaschen-Design.

Kölner kümmern sich in Freizeit um „Lieber Waldi“

Mittlerweile gibt es das „Lieber Waldi“-Craft Bier auch zum Beispiel im „Deli Sülz“ und im „Klettenberger Hof“ zu trinken. Die beiden Kölner sind stolz, nach und nach ihr ganzes Veedel von ihrer kreativen Corona-Idee zu überzeugen.

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Echt in Sülz gebraut! Auf jedem Bier-Etikett erzählen die Kölner eine kurze Geschichte.

Mittlerweile nutzen die beiden Vollzeit-Berufstätigen jeden Schnipsel ihrer Freizeit, um das Bier weiterzuentwickeln – denn sie sind immer noch ein Zwei-Mann-Unternehmen.

Köln: Liebe zum Kölsch bringt Sülzer auf Craft-Bier

Lange war Kölsch ihr großer Bier-Favorit, wie sie im EXPRESS-Gespräch erklären. Warum haben sie sich dann entschieden, Craft-Bier zu brauen?

„Wir haben 20 Jahre immer Kölsch getrunken und wollten mal über den Tellerrand hinausschauen. Sehr gute Kölsch-Sorten gibt es schon genügend, deswegen haben wir uns für Craft-Bier entschieden. Kölsch hat wenig Aroma, wir wollten mit dem Craft-Bier einen neuen Geschmack kreieren und einen neuen Bier-Stil als Alternative zum Kölsch“, so Julian Waldner.

Köln: Craft-Bier-Brauer wollen Veedel unterstützen

Wichtig sei den beiden Craft-Bier-Brauern auch die Glorifizierung ihres Veedels Sülz gewesen, dass sie wegen der vielen verschiedenen Menschen extrem schätzen.

„Wir haben hier viele Alt-Sülzer, aber auch junge Familien und eine positive Gentrifizierung. Dieses Veedel hält auch in der Krise zusammen und hat jetzt noch mehr Bier-Vielfalt mit unserem 'Lieber Waldi' dazugewonnen“, hofft Liebenow.

28.03.2026: Earth Hour 2026:  Für eine Stunde wird in Köln die Beleuchtung des Kölner Doms, an der Hohenzollernbrücke und an den zwölf romanischen Kirchen abgeschaltet. Köln beteiligt sich an der weltweiten Aktion Earth Hour 2026, die ein Zeichen für den Klimaschutz darstellen soll.  Foto: Martina Goyert

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Plötzlich war der Kölner Dom stockdunkel