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Über den Rhein Köln bekommt neue Fähre – auch Pendler jubeln

Anlegestelle in Köln-Stammheim für die neue Fährverbindung

Die Ablegestelle der neuen Fähre an der Rampe in Köln-Stammheim.

Neue Verbindung über den Rhein: In spätestens zwei Jahren soll die neue Fähre in Köln zwischen Niehl und Stammheim fahren.

Köln. Was die große Politik manchmal nicht schafft, schaffen in Köln eben sehr engagierte Menschen und Vereine: In zwei Jahren soll die Stadt eine neue Fährverbindung bekommen: Vorhang auf für die Fähre zwischen Niehl und Stammheim.

„Eigentlich hatte ich die Idee schon vor zehn, 15 Jahren“, erzählt Jürgen Grunert vom Verein „Niehlfährt“ im EXPRESS-Gespräch. Insgesamt 13 Mitglieder hat der Verein, der sich jetzt für die neue Wasserverbindung im Kölner Norden stark macht. Er wurde im Mai gegründet, doch durch Corona gingen die Treffen bislang nur virtuell.

Köln: Fähre kommt zwischen Niehl und Stammheim 

Rückblick: 1967 wurde der Fährbetrieb zwischen Niehl und den „Schäl Sick“-Stadtteilen Stammheim und Flittard komplett eingestellt. Für Grunert auch ein kultureller Verlust. „Der Austausch zwischen den Veedeln war sehr intensiv. Schützenvereine haben sich beispielsweise gegenseitig besucht. Auch das möchten wir wieder aufleben lassen.“

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Nicht nur in Sachen Kultur, sondern auch in Sachen Berufsverkehr soll die neue Verbindung dann ein echter Gewinn werden. „Unser Angebot richtet sich natürlich auch an Berufs- und andere Pendler. Dementsprechend haben wir den Fahrplan ausgearbeitet“, so Grunert.

Unser Angebot richtet sich natürlich auch an Pendler. Dementsprechend haben wir den Fahrplan gestaltet.

Danach soll die Fähre zwischen frühmorgens und spätabends zwischen Niehler Rampe und Stammheimer Aue fahren. Zu den Preisen kann der Verein jetzt noch nichts sagen, aber: „Wir werden uns am Markt bewegen“, verspricht der Vorsitzende.

Eine Sache ist „Niehlfährt“ wichtig: „Wir wollen keine Diesel-Fähre, sondern ein elektrisch betriebenes Boot.“ Deshalb tüftelt man gemeinsam mit der Technischen Hochschule Köln nun an Wegen, um so umweltfreundlich wie möglich den Fährbetrieb zu gestalten.

Künftig soll die neue Verbindung pro Fahrt rund 80 Personen oder 40 Fahrradfahrer befördern können. Auch die Privatwirtschaft unterstützt dieses Projekt, denn so hat zum Beispiel Gaffel sein Sponsoring angekündigt.

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