Lüge aufgedeckt? Kölns Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen gegen Woelki auf

Erzbischof Rainer Maria Woelki gestikuliert während eines Interviews.

Rainer Maria Woelki bei einem Interview am 1. September 2022.

Das Kölner Erzbistum kommt nicht zur Ruhe. Gegen Kardinal Rainer Woelki wird nun seitens der Staatsanwaltschaft ermittelt.

Mal wieder Wirbel um Kardinal Rainer Maria Woelki (66): Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Erzbischof eingeleitet.

Es geht um den Verdacht einer falschen eidesstattlichen Versicherung. „Wir haben das Vorliegen eines Anfangsverdachts nunmehr bejaht und insoweit förmliche Ermittlungen aufgenommen“, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn dem „Kölner Stadt-Anzeiger

Kardinal Rainer Maria Woelki wies den erneuten Vorwurf, er habe eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben, zurück.

Das Erzbistum Köln stellte sich hinter Woelki: „Auch dieser erneute Versuch, Kardinal Rainer Maria Woelki eine falsche eidesstattliche Versicherung zu unterstellen, ist unbegründet.“

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Zuvor war ein Bericht einer leitenden Mitarbeiterin des Erzbistums veröffentlicht worden. Sie hatte Woelkis Aussagen zu seinem Kenntnisstand im Fall des früheren „Sternsinger-Präsidenten“ Winfried Pilz für unwahr erklärt und dazu belastende Dokumente vorgelegt: Als damalige Assistentin des Personalchefs im Erzbistum hatte die Frau 2015 eine Liste mit den Namen von 14 Missbrauchstätern aus dem Erzbistum Köln erstellt, auf der Pilz aufgeführt ist.

Diese Liste wurde Woelki vom Personalchef übergeben. Woelki versicherte in einer presserechtlichen Auseinandersetzung mit „BILD“ und dem Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller, er sei mit dem Fall Pilz erst in der vierten Juni-Woche 2022 befasst worden. „Das ist nicht wahr“, sagte die Mitarbeiterin hierzu. (red)

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