500 E-Scooter im Rhein Drohne, Taucher – was denn nun? Bergung in Köln nicht in Sicht

K.R.A.K.E. (Kölner Rhein-Aufräum-Kommandoeinheit) bei Aufräumaktion am Rein mit E-Scootern und Rädern

Jede Menge E-Scooter und Räder holte das K.R.A.K.E-Team am 16. Juni aus dem Rhein in Köln

Köln. 500 E-Scooter werden im Rhein bei Köln vermutet. Doch wann und vor allem wie die Flitzer aus dem Wasser geholt werden, ist weiterhin offen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt wartet auf eine Ansage der E-Scooter-Betreiber. Die suchen nach wie vor nach einer Lösung. Denn ob Drohne oder Taucher: Es ist alles nicht so einfach ...

Dass E-Scooter im Wasser eine Umweltsauerei sind, ist keine Frage. Warum die Betreiber das Verschwinden ihrer elektrobetriebenen Roller nicht in Frage gestellt haben, ist ein anderes Thema.

E-Scooter in Köln: Bergung aus Rhein mit Drohne klappt nicht

Nachdem die Idee, die E-Scooter per Drohne und Roboter durch eine niederländische Fachfirma bergen zu lassen, ad acta gelegt wurde, herrscht Schweigen. Florian Krekel, Pressesprecher des Wasser- und Schifffahrtsamt, erklärt gegenüber EXPRESS: „Der Pilot findet nicht statt, die Drohne kommt nicht zum Einsatz.“

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Schon allein schon wegen der starken Strömung im Rhein und der schlechten Sicht hätte das Vorhaben unter einem schlechten Stern gestanden. Den Vorschlag des Amtes, erst mal an der Ufermauer am Rheinauhafen mit der Bergung zu starten, hätten die Verleiher abgelehnt.

E-Scooter in Köln: Tauchen im Rhein ist gefährlich

Und was nun? Können Taucher die E-Scooter bergen? Auch das sieht Krekel kritisch: Tauchen im Rhein sei ebenfalls nicht unproblematisch. An vielen Stellen, an denen etliche Elektroroller vermutet werden, gebe es unter anderem Stahltrossen im Wasser, die Tauchern gefährlich werden könnten.

Doch die Dinger müssen ja irgendwie raus aus dem Rhein. Das Landesamt für Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) checkt gerade, welche Gefahren von den Akkus ausgehen, die Lithium, Aluminium, Kobalt, Nickel und Kupfer enthalten.

Wie also geht es weiter? Warten die Betreiber der E-Scooter-Flotten vielleicht auf Niedrigwasser im Rhein? Der Sprecher der Betreiber-Plattform Shared Mobility hält sich bedeckt: „Es gibt aktuell keinen neuen Stand. Die Mitglieder sind dabei, eine Lösung zu finden, prüfen alle Möglichkeiten, die es gibt.“

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