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Weiberfastnacht 2023 Droht nächstes Karneval-Chaos in Köln? Heftiger Zoff um Ausweichpartys

Das Geschehen auf der Zülpicher Straße am 11.11. in Köln.

Das Geschehen auf der Zülpicher Straße am 11.11. in Köln.

Der 11.11. in Köln mit seinen Auswüchsen ist immer noch in der Diskussion, da naht auch schon der Straßenkarneval 2023. Die Kölner Politik hat die Verwaltung mit einem Konzept beauftragt. Fragen und Antworten, wie es nun weiter geht.

Karneval gehört zu Köln. Aber nicht, da sind sich alle einig, die Auswüchse, die am 11.11. zum Beispiel im Kwartier Latäng geherrscht haben. Deshalb stand am Donnerstag (8. Dezember) im Rat der Stadt Köln dieser Punkt ebenfalls auf der Tagesordnung. EXPRESS.de klärt die wichtigsten Fragen.

Um was geht es der Kölner Kommunalpolitik? Die Situation ist klar: Hotspots in Köln, an denen massiv gefeiert wird, sollen möglichst ausgemerzt und verteilt werden. Szenen wie im Kwartier Latäng sollen möglichst vermieden werden.

Weiberfastnacht in Köln: Jugend soll Ausweichpartys bekommen

Wie soll das geändert werden? Das Ratsbündnis aus Grünen, CDU und Volt hat einen Antrag gestellt, dass der Fastelovend künftig „dezentral und entspannt“ gefeiert werden soll. Dieser wurde auch verabschiedet. Jetzt soll die Verwaltung prüfen, wie Menschenmassen in Zukunft besser „kanalisiert“ werden können. Das soll unter anderem durch andere Veranstaltungskonzepte – verteilt über das gesamte Stadtgebiet – geschehen.

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Wo könnten neue Feierflächen entstehen? Ein heftiger Streitpunkt. Das Ratsbündnis schlägt vor, für Alternativen wie die Kölner Ringe, auf dem rechtsrheinischen Gebiet oder im Norden der Innenstadt Alternativkonzepte auszuarbeiten.

Wer soll das machen? Auch nicht geklärt. Letztlich hat man alle Interessengruppen, die auch beim „Runden Tisch“ dabei sind, aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Ob Festkomitee oder Gastro, irgendwie sollen jetzt schlüssige Konzepte ins Leben gerufen werden. Unter anderem sollen auch Schüler- und Studentenvertretungen gehört werden.

Gibt es weitere Ansätze? Ja. So soll die Verwaltung jetzt ein Glasverbot für die gesamte Innenstadt prüfen. Bislang galt das nur für Teilbereiche, am 11.11. zum Beispiel für Teile der Kölner Altstadt. Zudem solle die KVB wieder vermehrt Bahnen zur Verfügung stellen, um Einschränkungen zu vermeiden.

Wo gibt es noch Zoff? Um den Grüngürtel. Das Ordnungsamt hatte die Fläche als „Ausweich-Partyzone“ ins Spiel gebracht, das lehnen die Grünen aber mit dem Hinweis auf den Naturschutz kategorisch ab. Die Idee eines „Festivals“ im inneren Grüngürtel hatte auch die IG Gastro beim „Runden Tisch“ bereits vorgeschlagen.

Wie ist die Prognose? Schwierig. Denn bis auf Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn, der einen Zoch als Lösung ins Spiel gebracht hat, gibt es kaum kreative Ansätze. Die Verwaltung muss mit eher schwammigen Konzepten und Handlungsvorgaben agieren. Ein wirklich ausgereifter Plan für den Straßenkarneval steht deshalb noch in den Sternen und dürfte den Aschermittwoch überdauern.

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