Eine irre Story: Queen Mum und der Kölner Karneval.
Royals und Karneval?Wie Queen Mum eine kölsche Tradition startete

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Königinmutter Elizabeth (M, "Queen Mum") damals an ihrem 80. Geburtstag mit ihren beiden Töchtern Königin Elizabeth II. (r) und Prinzessin Margaret.
Das britische Königshaus und der Karneval in Köln – das scheint erstmal überhaupt nicht zusammenzugehen. Was sollten König Charles III. und die anderen Royals denn mit Verkleidungen und Schunkelmusik am Hut haben? Aber es existiert tatsächlich eine verblüffende Verbindung! Enthüllt hat diese Story vor einiger Zeit der Kölner Kirchenmann Hans Gerd Grevelding im „Domradio“. Die Hauptfigur in dieser Geschichte ist niemand anderes als die Mutter von Queen Elizabeth (†96), die man zärtlich Queen Mum (†101) nannte.
Alles fing vor mehr als 30 Jahren an. Die Kölner Band „Domstädter“ machte eine Tour durch England und begegnete dort zufällig einigen schottischen Offizieren. Kurzerhand bekamen die Schotten eine Einladung, doch mal zum Karnevalfeiern nach Köln zu kommen. Die Offiziere waren sofort Feuer und Flamme. Und jetzt der Knaller: Den Trip in die Domstadt bezahlte niemand Geringeres als Queen Mum persönlich aus eigener Tasche! So hat das britische Königshaus diese verrückte Party überhaupt erst ermöglicht. Das berichtet „Bunte.de“.
Einer der legendärsten Kölner Karnevalssongs
Doch aus diesem von den Royals gesponserten Besuch entwickelte sich sogar noch etwas Größeres. Die schottischen Gäste hatten ihre Dudelsack-Hymne „Highland Cathedral“ im Gepäck. Witzigerweise stammt das Stück aus dem Jahr 1982 und wurde von zwei Deutschen, Ulrich Roever und Michael Korb, geschrieben. Die „Domstädter“ fanden die Melodie so genial, dass sie eine eigene Orchesterfassung produzierten. Und genau diese Version diente dann als Vorlage für einen der legendärsten Kölner Karnevalssongs: „Du bes die Stadt“ von den Bläck Fööss!
Und dieser Brauch ist bis heute lebendig! Seit mittlerweile 26 Jahren findet in Köln jährlich eine spezielle kölsch-schottische Messe statt. Dafür reisen extra schottische Offiziere von der HMS Royal Naval Pipers Society an und spielen auf ihren Dudelsäcken. Ungefähr 700 Leute aus ganz NRW sind dabei, viele kommen verkleidet zu dem Gottesdienst, der auf Deutsch, Kölsch und Englisch stattfindet.
Aber hatte Queen Mum persönlich auch einen Draht zu Deutschland? Und wie! Geboren wurde sie 1900 und sprach schon als kleines Mädchen Deutsch, was sie einer deutschen Gouvernante zu verdanken hatte. Im Jahr 1965 stattete sie sogar der Stadt Minden in Ostwestfalen einen Besuch ab, um die dortigen britischen Soldaten zu treffen. Queen Mum, die 1923 in die königliche Familie einheiratete und Mutter von Queen Elizabeth II. sowie Prinzessin Margaret (†71) wurde, war berühmt für ihren Witz, ihre Begeisterung für den Pferdesport und ihre Zuneigung zu einem guten Tropfen. (red)
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